Autopanne – Was kann man tun?

Eine Autopanne kommt leider immer unverhofft und ungelegen. Da ist es gut, wenn man wenigstens ein paar Anhaltspunkte für das richtige Verhalten parat hat. Auf diese Weise werden zusätzliche Probleme vermieden und eine möglichst schnelle Lösung kann gefunden werden.

Bereits im Vorfeld gewappnet sein

Um für den Ernstfall einer Autopanne gut vorbereitet zu sein, kann man sich bereits im Vorfeld informieren, weiterbilden und vorbereiten. Hier ein paar sinnvolle Anregungen:

  • Überprüfung der Technik im eigenen Auto
  • Checken der Notfall Ausrüstung
  • Kontrolle durch eine Werkstatt
  • Kinder über Vorgehensweise und richtiges Verhalten unterrichten
  • Teilnahme an einem Pannenhilfekurs

Ganz wichtig ist jedoch immer: Ruhe bewahren. Besonnen handeln und keine Panik bekommen.

Das richtige Verhalten im Notfall

Falls man bemerkt, dass eine Weiterfahrt auf der Landstraße oder Autobahn nicht mehr möglich ist, sollte man zuerst den Warnblinker anstellen. So wird für die anderen Verkehrsteilnehmer deutlich: Vorsicht, es gibt ein Problem. Danach sollte der PKW möglichst sicher geparkt werden. Sofern es die Situation erlaubt. Am besten ist eine Pannen Bucht oder der Seitenstreifen. Zumindest der Straßenrand sollte noch erreicht werden. Dabei ist es von Vorteil, das Lenkrad nach rechts einzuschlagen. So gerät das Auto bei einem Auffahrunfall nicht wieder zurück in den laufenden Verkehrsfluss und wird zum Hindernis für die anderen Verkehrsteilnehmer.

Das Auto muss unbedingt verlassen werden
Sobald das Fahrzeug zum Stillstand gebracht worden ist, beziehungsweise korrekt geparkt ist, müssen alle Insassen den Pkw verlassen. Dies sollte sehr zügig von statten gehen. Dieser Punkt ist äußerst wichtig und sollte konsequent eingehalten werden:
alle Personen müssen zur Fahrbahn abgewandten Seite das Auto verlassen

  • Kinder sollten nur unter Aufsicht aussteigen
  • Gegenstände sind im Auto zu lassen (Ausnahme: Ausweise, Papiere, Handy)
  • Hunde sind an die Leine zu nehmen
  • unverzüglich hinter die Leitplanke gehen
  • das Betreten oder Überqueren der Fahrbahn ist strengstens untersagt!

Absichern der Unfallstelle nicht vergessen

Der Fahrzeugführer darf sich noch nicht zu den übrigen Personen begeben. Zuerst muss die Unfallstelle gesichert werden. Das heißt, Warnweste überziehen und Warndreieck aufstellen. Dieses sollte in etwa 150 Meter vor der Unfallstelle auf der Autobahn platziert werden. Ist der Unfallort die Landstraße, so ist ein Mindestabstand von 100 Metern gesetzlich vorgeschrieben.

Handy und Notrufsäulen sind hilfreich

Sobald der Pkw gesichert ist und man sich in Sicherheit befindet, kann Hilfe verständigt werden. Dies kann natürlich mit dem Handy geschehen. Verfügt man über kein Mobiltelefon oder ist dieses defekt oder unerreichbar, so gibt es auf der Autobahn Notrufsäulen. Diese in in einem Abstand von circa zwei Kilometern angebracht. Auf jeder Säule findet man Informationen zum eigenen Standort. Zusätzlich gegen die kleinen blauen Schilder am Straßenrand hilfreiche Informationen zum Standort. Mit diesen Kilometerzählern kann der Abschleppdienst über die exakte Position informiert werden.
Zusätzlich sind folgende Informationen dienlich:

  • Angaben zum Pannenverlauf
  • Nummer der Autobahn oder Bundesstraße, beziehungsweise Angaben zur gefahrenen Strecke
  • Informationen zum Fahrzeug: Kfz Kennzeichen, Fahrzeugtyp, Fahrzeugfarbe

Eine praktische Alternative sind moderne Pannenhilfe Apps. Manche Automobilclubs bieten diesen Service an. So kann dank GPS der Standort schnell übertragen werden und lange Erläuterungen und Gespräche werden somit überflüssig.
Nach Verständigung des Pannendienstes muss man nochmals Geduld zeigen bis die Hilfe kommt.