BNR Deutschland: Batteriehersteller Jan IJspeert musste sich an Berlin gewöhnen

Die Batteriefabrik BAE Batterien GmbH in Berlin verlor Millionen, bevor Jan IJspeert 2007 eintrat. Es lag an dem Niederländer, den Kurs zu ändern und das Unternehmen ab 1899 zu retten. Er befindet sich nun auf dem Übernahmepfad in Deutschland.

Es sind arbeitsreiche Monate für Jan IJspeert, denn in diesem Frühjahr hat er eine Batteriefabrik, die MOLL Batterien GmbH im bayerischen Bad Staffelstein. Hören Sie sich das gesamte Interview bei BNR Deutschland an.

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IJspeert war in Amsterdam als Vermögensverwalter glücklich. Doch als er sah, wie eine von ihm avisierte Investition komplett zu scheitern drohte, verließ er Haus und Herd, um in Berlin Ordnung zu schaffen. „Die Fabrik war verkaufsorientiert und achtete nicht auf Margen“, sagt er rückblickend. Und Veränderung war schwierig. „Ich kam als jemand ohne unternehmerische Erfahrung und musste die Leute davon überzeugen, dass es anders gehen muss.“

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Das Blatt in Berlin wenden

BAE Batterien macht Bleibatterien, eine traditionelle Technologie mit großer Zukunft, meint IJspeert. „Wir haben viele Batterien für Gabelstapler hergestellt, die oft fast zu Produktionskosten verkauft wurden. Wir haben uns dann mehr auf kritische Anwendungen wie Krankenhäuser, Rechenzentren und Kraftwerke konzentriert. Da ist Zuverlässigkeit sehr wichtig und man war bereit, genug für unsere Batterien und Akkus zu bezahlen.“

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Für IJspeert war es damals sehr wichtig, ein gutes Netzwerk in Berlin aufzubauen. „Da ist Berlin anders als anderswo in Deutschland. Es ist sehr offen, wenn man eine positive Einstellung hat, kann man weit kommen.“ Dies führte unter anderem zur Übernahme der bayerischen Batteriefabrik. „Und wir werden in Kürze eine neue Fabrik mit neuer Batterietechnologie in Berlin eröffnen. Wir werden in den kommenden Jahren Vollgas geben.“

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