BNR Deutschland: Kunststoff als leichteres Material für die deutsche Schwerindustrie

Teile in Maschinen bestehen oft aus Stahl oder Aluminium. Doch Kunststoff wird immer häufiger verwendet, um sie leichter und damit haltbarer zu machen. Vertriebsleiter Berrie van de Burgt von BKB Precision erklärt in der fünften Folge von BNR Deutschland, wie der Kunststoffverarbeiter den Umsatz in Deutschland in den letzten Jahren stetig steigern konnte.

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Plastik muss die deutsche Industrie nachhaltiger machen

Van de Burgt sieht viele Wachstumschancen, insbesondere in der Medizintechnik und Halbleiter. „Deutschland wird in den kommenden Jahren viel in die Medizintechnik investieren, auch wegen der alternden Bevölkerung. In der Medizintechnik werden viele neue Geräte mit Kunststoffteilen benötigt. Gleiches gilt für den Halbleiter, wo die Teile immer genauer werden müssen.“

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Die alternde Bevölkerung in Deutschland, aber auch anderswo auf der Welt, bietet vielleicht die größten Marktchancen, meint Van de Burgt. „Von den gesamten Gesundheitskosten werden nur 2,5 % für Ausrüstung ausgegeben. Aufgrund der alternden Bevölkerung ist mehr anwendungsspezifisches Equipment notwendig, da die richtigen Mitarbeiter nicht zur Verfügung stehen. Dies stellt die Herausforderung dar, diese Geräte schnell und richtig zu entwickeln. Darin sind wir gut.“

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Kunststoff soll auch im Halbkonus das Gewicht reduzieren, sagt er. „Man muss auch Magnetismus in Halbleitern vermeiden. Dann können Sie zwischen ‚Peek‘ (Kunststoff) oder Titan wählen. Dann ist Plastik viel billiger.“ Auch in der Primärforschung werden viele Kunststoffe (Cern, Carl Zeiss, Paul Scherrer Institut) wegen der Wärmedämmeigenschaften oft bei extrem tiefen Temperaturen eingesetzt. Auch in der Luft- und Raumfahrt arbeiten immer mehr Menschen mit Kunststoff, um Gewicht zu sparen. „Es ist jetzt genauso stark wie Stahl oder Aluminium und deutlich leichter.“

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Folge 6: Femke Brenninkmeijer ist Chefin der Binnenschifffahrtsgenossenschaft NPRC mit 200 Schiffen

Die Krise in den 1930er Jahren war einst der Anlass, die Binnenschifffahrtsgenossenschaft NPRC zu gründen. Die derzeitige CEO Femke Brenninkmeijer weiß wie keine andere, wie wichtig Innovation für das deutsche Hinterland ist. Bei BNR Deutschland spricht sie am Montag, 20. September, ab 13.30 Uhr über den Einsatz von Wasserstoff und Big Data.

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