BNR Deutschland: Warum Ihre Verpackung in Deutschland anders aussehen sollte

Im vergangenen Jahr gelang es dem nachhaltigen Seifen-Startup Seepje, in den Regalen der 2.020 Filialen des deutschen Drogeriemarktes DM zu landen. Das ist für eine niederländische Marke sicherlich nicht selbstverständlich und schon gar nicht für ein Startup.

  • In der dritten Folge von BNR Deutschland ist Gwendolyn Behnke, Seepjes Deutschlandkoch, zu Gast. In Deutschland geboren und in den Niederlanden promoviert, versteht sie es, beide Welten zusammenzubringen. Hören Sie sich das gesamte Interview bei BNR Deutschland an

Seepje hatte das Glück, am Anfang bei den Bioläden Alnatura und LPG auf dem Radar zu sein. „Wir standen bald in den Regalen von 130 Bioläden. Das ist etwas ganz Besonderes.“ Die Gründer des Startups haben im Nachhinein gemerkt, dass es sinnvoll ist, jemanden mit deutscher Abstammung zu sich nach Hause zu holen. „Ich bin gekommen, um das Wachstum zu fördern. Es ist nützlich, wenn Sie die Sprache beherrschen. Aber unterschätzen Sie nicht die kulturellen Unterschiede.“

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Innerhalb von 8 Wochen ein neues Produkt für den deutschen Markt entwickeln

Scouts von Deutschlands größtem Drogeriemarkt DM wandten sich daraufhin an Seepje, um mit ihnen zusammenzuarbeiten. „Aber du bist noch nicht da. Tatsächlich beginnt hier der Prozess, sie wirklich zu überzeugen.“ Nach einem Jahr ist es ihr gelungen. „DM hat kürzlich gefragt, ob wir ein Stück festes Geschirrspülmittel exklusiv für sie herstellen könnten. Bitte innerhalb von 8 Wochen. Das hatten wir noch nicht, aber wir wären kein niederländisches Startup, wenn wir nicht flexibel reagieren könnten. Es ist jetzt in den Regalen, eine Innovation, die gemeinsam mit DM entwickelt wurde. Darauf sind wir sehr stolz.“ Seepje erzielt mittlerweile rund 20 % seines Umsatzes aus Deutschland. Oft hört man von deutschen Parteien, dass sie gerne auf Nummer sicher gehen und sich deshalb für etablierte Parteien entscheiden. Als Startup habe man in Deutschland also nicht gerade den Wind, merkt Behnke an. „Sie müssen in Ihrer Kommunikation Verlässlichkeit und Stabilität ausstrahlen. Das ist neben Innovation, jung und hip, mindestens genauso wichtig. Unser Vorteil, wir sind bereits eine etablierte Partei in den Niederlanden und können Daten über Albert Heijn zeigen. Wir teilen auch extra klare Informationen zu unseren Zertifikaten und kommunizieren dies extra auf der Verpackung in Deutschland. Wir teilen unsere Labortests. Also aktiv viele Informationen teilen.“

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Nachhaltigkeit und soziales Unternehmertum werden in den Niederlanden immer wichtiger. Auch in Deutschland ist „Klimaneutralität“ mittlerweile ein sehr wichtiges Konzept. „In den Niederlanden sieht man oft einen Fokus auf Bio oder Vegan. In Deutschland wird es geschätzt, wenn Sie es wie wir erweitern. Daher achten wir sowohl auf die Umwelt als auch auf den fairen Handel.“ Der deutsche Ansatz sei oft alles oder nichts, sagt sie. „Zuerst haben wir es ignoriert, jetzt versuchen wir es. Das sieht man auch an der mittlerweile sehr rasanten Digitalisierung in Deutschland.Seit mehr als 20 Jahren ist CEO Petra van Schayik von Compumatica Secure Networks in den Niederlanden und Deutschland für Regierungen und Unternehmen im Bereich Datensicherheit tätig. Sie ist am Montag, 6. September, ab 13.30 Uhr zu Gast bei BNR Deutschland.

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