D-Talk: Verlagerung der Krankenhausversorgung nach Hause bietet Chancen für E-Health und Medizintechnik in Deutschland

Sehen Sie sich den neuen D-Talk mit Gert Jan Braam, ING Sectorbanker Industry, über die am Mittwoch veröffentlichte ING-Studie zur Verlagerung der Krankenhausversorgung nach Hause an. Er erklärt, wie viele Chancen für Unternehmer im Bereich E-Health und Medtech in Deutschland bestehen.

Im neuen D-Talk diskutiert er die Chancen für Unternehmer in E-Health und Medtech für den deutschen Markt:

Hersteller von medizinischen Geräten und Systemen täten daher gut daran, in einem früheren Stadium der Entwicklung mobiler Anwendungen intensiv mit Krankenhäusern und Krankenkassen zusammenzuarbeiten, so Braam. „Co-Creation erweist sich oft als notwendig, um ausreichende medizinische Evidenz zu erhalten und die Time-to-Market neuer Produkte zu verkürzen.“

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E-Health und Medtech im Wachstumsmarkt Deutschland

Laut Forschern des ING Economic Bureau in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht droht der Fortschritt der häuslichen Krankenhausversorgung zum Stillstand zu kommen. Es gibt zwar viel zu gewinnen, wenn man es weiter ausbaut. Jüngste Initiativen, Patienten von zu Hause aus zu überwachen, zeigen, dass dies den Druck auf überlastete Krankenhäuser verringert. Dies ist in der aktuellen Pandemie besonders wichtig.

Fast 60 % der von ING befragten Verbraucher geben an, dass sie, wenn sie regelmäßige Krankenhausversorgung benötigen, diese lieber zu Hause oder in der Nähe ihres Wohnorts erhalten. Bei einer breiten Anwendung bei Patienten mit chronischen Erkrankungen kann dies etwa 1 bis 1,5 Millionen Krankenhausbesuche pro Jahr einsparen. Um dies zu erreichen, müssen alle Beteiligten zunächst eine Reihe hartnäckiger Barrieren überwinden. Dies bietet aber auch viele Chancen für Unternehmer im Bereich E-Health und Medtech in Deutschland.

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Große Chancen bei chronisch Kranken

Jan Willem Spijkman, ING Sector Banker Healthcare: „Die Chancen liegen hauptsächlich in der häuslichen Behandlung und Überwachung von chronischen Patienten mit beispielsweise Diabetes oder Herz- oder Atemwegsproblemen. Aber auch zu Hause können sich Menschen mit Covid-19 häufiger erholen, wenn sie von zu Hause aus mit dem Krankenhaus in Kontakt stehen. Das entlastet Krankenhäuser, gibt Patienten mehr Kontrolle über ihren Zustand und begrenzt das Infektionsrisiko.“

Neue medizinische Technologien ermöglichen die Krankenhausversorgung im oder in der Nähe des Patientenhauses. Krankenhauspatienten können lernen, ihren Zustand durch Apps und tragbare Geräte, die mit dem Krankenhaus in Kontakt stehen, besser zu verwalten. Ärzte und Pflegepersonal können lebenswichtige Körperfunktionen aus der Ferne überwachen und so die Zahl der Krankenhausbesuche reduzieren.

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20 % der Krankenhausversorgung könnten bis 2030 aus der Ferne erbracht werden

Untersuchungen haben ergeben, dass eine solche Patientenfernüberwachung die Zahl der ambulanten Krankenhausbesuche chronisch kranker Patienten um mindestens 25 % reduzieren kann.Basierend auf ausführlichen Interviews mit Gesundheitsexperten schätzt die ING, dass bis 2030 fast die Hälfte der chronischen Versorgung, durchschnittlich 20 % des gesamten Krankenhausumsatzes, größtenteils außerhalb des Krankenhauses erbracht werden kann. Dadurch könnten die gesamten Krankenhauskosten bis 2030 um bis zu 10 % oder fast 3 Milliarden Euro pro Jahr gesenkt werden.

Trotz der Vorteile ist die Krankenhausversorgung zu Hause nur schwer auf den Weg zu bringen. In dem Bericht werden drei Hindernisse genannt, die bisher eine breite Anwendung verhindert haben.

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Chancen in Deutschland und Europa

Dies bietet trotz der Barrieren viele Chancen für Anbieter von E-Health- und Medtech-Lösungen in Deutschland. Die Menschen in Europa leben länger und die europäischen Gesellschaften werden älter. Die alternde Bevölkerung sieht sich mit einer Zunahme chronischer Erkrankungen konfrontiert. Infolgedessen reichen die vorhandenen Krankenhauskapazitäten oft nicht aus, um die steigende Nachfrage zu decken, und die Gesundheitskosten stehen unter ständigem Aufwärtsdruck. Dieses Problem tritt sicherlich auch in Deutschland auf, dem Land mit der höchsten Bevölkerungsalterung in Europa.

Als größte Kostenkategorie im Gesundheitswesen sind Krankenhäuser ein teurer Ort der Versorgung. Regulierungsbehörden fördern daher den Einsatz von Technologien, die eine stärkere Versorgung außerhalb des Krankenhauses ermöglichen. Auch der ING-Bericht fokussiert auf die Rolle, die die Corona-Krise bei diesen Entwicklungen spielt.

D-Gespräch

D-Talk ist eine Videoserie von Germanynieuws.nl, in der Experten relevante Hintergründe zu den Nachrichten diskutieren. Die Themen richten sich an Unternehmer und politische Entscheidungsträger, für die Deutschland von entscheidender Bedeutung ist.

In dieser Folge sprechen Moderator Derk Marseille und Regisseur Günter Gülker von der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) über einige Themen, die zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden eine Rolle spielen:.