D-Talk: Wie die Corona-Krise die Innovation zwischen deutschen und niederländischen Unternehmen beschleunigt

Innovation zwischen deutschen und niederländischen Unternehmen ist ohne Krise nicht einfach, denn Sie können auf alle möglichen Hindernisse stoßen. Diese Pandemie könnte dies jedoch auch beschleunigen. Das ist das Thema des neuen D-Talk. In dieser Videoreihe von Germanynieuws.nl und der Deutsch-Niederländischen Handelskammer diskutieren Experten relevante Hintergründe zu den Nachrichten. Die Themen richten sich an Unternehmer und politische Entscheidungsträger, für die Deutschland von entscheidender Bedeutung ist.

In dieser Folge sprechen Moderator Derk Marseille und Direktor Günter Gülker von der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) darüber, wie Innovation zwischen deutschen und niederländischen Unternehmen während einer Pandemie weitergehen kann. Er spricht über die drei Finalisten des Deutsch-Niederländischen Wirtschaftspreises 2020. Sie hat die weltweit erste vollrunde Matratze, ein neu entwickeltes Belüftungssystem für Corona-Patienten und das größte virtuelle Kraftwerk Europas entwickelt, das auch Gewächshäuser und Elektroautos nutzen kann .für Netzwerkstabilität.

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Sehen Sie sich die neue Folge von D-Talk an:

Abstimmung zum Deutsch-Niederländischen Wirtschaftspreis 2020

Die drei genannten Unternehmen aus diesem D-Talk sind Finalisten beim Deutsch-Niederländischen Wirtschaftspreis 2020 (Hier können Sie abstimmen). Sie wurden nominiert, weil sie Innovationen repräsentieren, die durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit entstanden sind.

Die Finalisten überzeugten nicht nur durch ihre Innovationen. „Sie zeichnen sich auch durch ihre Erfolge im Nachbarland aus“, betont Gülker. Es liegt nun an der Öffentlichkeit, zu entscheiden, welcher Finalist am überzeugendsten ist, und ihre Stimme für  www.dnhk.org/wirtschaftspreis. abzugeben. Bis zum 27. Oktober kann jeder Website-Besucher einmal abstimmen. Der Gewinner wird am 4. November im Rahmen der Mitgliederversammlung des DNHK in Den Haag vor hochrangigen Vertretern der deutsch-niederländischen Wirtschaft bekannt gegeben.

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Demcon, Best

Das niederländische Hightech-Unternehmen hat während der Pandemie wahren Pioniergeist bewiesen. Die medizintechnischen Ingenieure des Familienunternehmens haben – gemeinsam mit niederländischen und deutschen Partnern – in kürzester Zeit ein Atemsystem für Corona-Patienten entwickelt. Nach nur vier Wochen wurden der niederländischen Regierung 500 Einheiten für die Notfallversorgung zur Verfügung gestellt. In Kooperation mit der deutschen Tochter Demcon in Münster wurde während der Krise auch eine Fabrik zur Herstellung von medizinischen Gesichtsmasken gegründet. Demcon, gegründet 1993, ist heute einer der führenden niederländischen Technologieanbieter und beschäftigt 750 Mitarbeiter.

Royal Auping, Deventer

In Europa werden jedes Jahr 35 Millionen Matratzen weggeworfen – eine Belastung für die Umwelt und eine Ressourcenverschwendung.Im Mai 2020 brachte das noch im Inland produzierende Familienunternehmen Auping Evolve auf den Markt, die weltweit erste vollständig runde Matratze für Verbraucher. Zusammen mit unter anderem dem deutschen Federkernhersteller AGRO International aus Bad Essen. Beide Unternehmen entwickelten ein völlig neues Produktionsverfahren auf Basis wiederverwertbarer Materialien. Koninklijke Auping ist Marktführer in den Benelux-Ländern und beschäftigt 350 Mitarbeiter.

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Next Kraftwerke, Köln (D)

Mit einem virtuellen Kraftwerk für nachhaltige Energie lösen die Kölner ein großes Problem der modernen Energieversorgung. Damit wir alle eine gute und zuverlässige Stromversorgung haben, müssen Angebot und Verbrauch immer im Gleichgewicht sein. Mit dem vermehrten Angebot an Solar- und Windenergie wird dies zur Herausforderung: Die Sonne scheint nicht immer. Auch die Windstärke schwankt. Deshalb vernetzt Next Kraftwerke kleine, dezentrale Anlagen auf Basis von Sonne, Wind und Biomasse digital und steuert diese zentral. Wie ein konventionelles Kraftwerk können sie in kurzer Zeit auf die Marktsituation reagieren und sich nach oben oder unten bewegen. Das 2009 gegründete Unternehmen mit Sitz in Köln ist heute europaweit mit über 9.000 vernetzten Kraftwerken das größte virtuelle Kraftwerk des Kontinents. Gemeinsam mit niederländischen Partnern hat das 180-köpfige Team zudem Wege ausgearbeitet, Elektroautos und Gewächshäuser für die Stabilität des Netzes einzusetzen.

Der Weltmeister und frühere Folgen von D-Talk

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