Das macht die deutsche Cybersicherheitsmesse IT-SA 2019 für niederländische Spezialisten interessant

Verschiedene Skandale und Krisen rund um die Cyberkriminalität haben in den letzten Jahren in Deutschland für erhebliche Aufregung gesorgt. Sie sorgt dafür, dass das Thema in den Vorstandsetagen der großen deutschen Industrie zunehmend auf der Landkarte steht. Zum Vergleich: Die USA geben jährlich 3 Milliarden Euro für ihre Cybersicherheit aus, während ein Land wie Deutschland mit 15 Millionen Euro auskommen muss. Bis vor kurzem. Bis 2022 sollen es 200 Millionen Euro sein. Die Bundesregierung will die digitale Sicherheit in Deutschland deutlich erhöhen. Diese wird während der Cybersecurity-Messe IT-SA 2019 vom 7. bis 10. Oktober in Nürnberg zu sehen sein. Der größte Branchentreffpunkt in Europa.

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Während Deutschland intensiv nach Wissen und Erfahrung im Bereich Cybersicherheit sucht, suchen niederländische Parteien nach deutschen Kunden. Bereits im vergangenen Jahr organisierte die Entwicklungsgesellschaft des South Holland InnovationQuarter einen Holland Pavillon in Nürnberg. Bei genügend Interesse wird das auch in diesem Jahr wieder passieren, ansonsten gibt es eine Handelsmission aus Südholland.

Südholland stark in Cyber ​​Security

Das Interesse dieser Region an der IT-SA hat seinen Grund. Auffallend viele Unternehmen in Südholland sind stark im Bereich Cybersicherheit“, sagt Martijn Schol, Programmmanager für Internationalisierung beim InnovationQuarter. „Natürlich werden Sie in Den Haag viele Regierungsorganisationen finden, die wichtige Nachfrager in Bezug auf Cybersicherheitslösungen sind. Neben der eigenen niederländischen Regierung sind auch große internationale Parteien wie Europol und die UNO in Den Haag präsent. Dank dieses Angebots sind viele Spezialisten für Cybersicherheit hier gewachsen.“

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Aber auch die verarbeitende Industrie rund um Delft, Leiden und Rotterdam spiele eine Rolle, sagt er. „Sie haben hier zum Beispiel Fokker, aber auch Airbus in Leiden, wo für die Raumfahrtbehörde ESA Raketentechnik entwickelt wird. Und denken Sie auch an die maritime Industrie und viele andere produzierende Unternehmen, die an Industrie 4.0 arbeiten. Das können wir hier gut.“

Teilnehmer des Holland IT Security House auf der IT-SA 2018:

All diese Unternehmen sind gute Kunden bei den Cybersicherheitsunternehmen. „Sie können darauf wetten, dass in diesen Produktionsprozessen, die Cyber-Sicherheit erfordern, Sicherheitsprobleme auftreten“, sagt Schol. Darin sieht er eine große Schnittstelle zu Deutschland, wo es rund um dieses Thema auch viel mit großen Industriekonzernen zu tun hat. „Deshalb gehen wir auch zur IT-SA.“

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Deutschland sucht deshalb nach Lösungen, niederländische Unternehmen suchen deutsche Kunden. Und als nächster Nachbar haben die Niederländer einen Vorteil gegenüber Lösungen von außerhalb der EU. Wir sind bekannt für unsere Kreativität, Lösungsorientierung und die Qualität unserer Lösungen.Deshalb war Cybersprint, einer der niederländischen Vertreter im Holland IT Security House, gut auf die Expansion in die östlichen Nachbarn vorbereitet.

Die Grenzregion ist offensichtlich, aber den Rest Deutschlands nicht vergessen

Für niederländische Cybersicherheitsspezialisten gibt es noch viel zu gewinnen. Traditionell haben die Niederlande vor allem Geschäfte mit Nordrhein-Westfalen gemacht, während die beiden südlichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg 40 % des deutschen BIP erwirtschaften und nicht weniger als 51 % der nationalen FuE-Ausgaben ausmachen.

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Dass es der Branche in Deutschland gut geht, zeigt das Wachstum der IT-SA. Im vergangenen Jahr wurden die Rekorde erneut gebrochen. Mit 696 Ausstellern (2017: 630) aus 27 Ländern (2017: 24) und 14.290 Besuchern (2017: 12.780) aus mehr als 50 Ländern (2017: 44) wächst die IT-SA jedes Jahr. Eine gute Gelegenheit für die niederländischen Cybersicherheitspioniere, zu zeigen, was sie zu bieten haben. Schließlich macht man als Kollektiv viel mehr Wirkung.

Niederländische Praxis zur deutschen Theorie

Auf deutscher Seite wird der Mehrwert der Niederländer anerkannt. Peter Möhring, Chairman von Security Network Munich und Mitarbeiter von Giesecke & Devrient, arbeitet schon länger mit den Niederländern zusammen: „Die Erfahrungen, die niederländische Unternehmen in der Zusammenarbeit zwischen Regierung, Bildung und Wirtschaft gesammelt haben, sind sehr interessant. Während in Deutschland zu bestimmten Themen auf besonders hohem Niveau nur theoretisch gearbeitet wird, verfügen die Niederländer über praktische Erfahrung. Sie wissen, wie man es gut umsetzt, wir können viel daraus lernen.“

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InnovationQuarter behält genau im Auge, welche Märkte für die niederländische Wirtschaft interessant sind. „Cybersicherheit gehört definitiv dazu. Deshalb kommen wir gerne zur IT-SA.“ Die gegenseitige Zusammenarbeit sei dabei sehr wichtig, sagt Schol. „Die Niederlande sind schon klein genug, unser Angebot insgesamt ist das stärkste. Deshalb sind wir als Kollektiv zur IT-SA gegangen. Die Region Den Haag hat natürlich eine starke Position – mit The Hague Security Delta (HSD) als bekannter Cluster-Organisation – aber auch die Unternehmen aus beispielsweise Amsterdam, Eindhoven und Uden verstärken unsere gemeinsame Botschaft im Ausland. Gemeinsam stehen wir stärker; Unser Fokus auf Zusammenarbeit ist eine der größten Stärken des Geschäfts in den Niederlanden.“