Diese 9 niederländischen Startups machen die Grüne Woche „grüner“

Die Grüne Woche in Berlin ist traditionell die internationale Verbrauchermesse, auf der die Niederlande mit Käse, Eiern, Obst, Gemüse, Fleisch und Tulpen von Frau Antje glänzen. Die Ausgabe 2020 wird aufgrund der Bemühungen des Agrar- und Lebensmittelmaklers Jochem Wolthuis van GO4EXPORT mit 9 niederländischen Unternehmen, die vegetarische und vegane Produkte anbieten, „grüner“ sein.

Es sei toll, dass diese Lebensmittelproduzenten kommen, um die niederländische Halle der 85. Grünen Woche mit Kreislaufwirtschaft, vegetarischen und veganen Produkten zu bereichern, sagt Wolthuis. „Neben den Produkten, für die wir natürlich in Deutschland bekannt sind, zeigen wir auch, dass wir bei Food-Innovationen ganz vorne mit dabei sind. Dies sind Startups mit einem sehr innovativen und originellen Angebot. Jedes Unternehmen hat sehr originelle Lösungen für die Food-Herausforderungen der Zukunft gefunden und ihre gemeinsame Präsenz in Berlin macht sie zu einer sehr starken und markanten Kombination. ”

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Treffpunkt für 80 Landwirtschaftsminister

Die Grüne Woche in Berlin ist die größte Agrar- und Ernährungsmesse der Welt und Treffpunkt für mehr als 80 Landwirtschaftsminister aus aller Welt, darunter die niederländische Landwirtschaftsministerin Carola Schouten. Die Messe findet vom 17. bis 26. Januar 2020 statt und wird voraussichtlich rund 400.000 Besucher, hauptsächlich Verbraucher, anziehen.

Das sei ein sehr guter Einstieg in den deutschen Markt für Start-ups, sagt Wolthuis. „Man kommt nicht unbedingt wegen der direkten Geschäftskontakte. Aber Sie lassen die Messebesucher, Verbraucher, Ihre neuen Produkte verkosten und erhalten direktes Feedback. Das ist wertvoll, um Ihre internationale Strategie für diese neuen Unternehmen aufzustellen.“

Deutschland unter den Top 6 der meisten Vegetarier der Welt

Deutschland ist schon aufgrund seiner Größe ein äußerst interessanter Markt für niederländische Innovationen. Darüber hinaus lege der deutsche Verbraucher aber viel mehr Wert auf die Herkunft und Haltbarkeit des Produkts, sagt Wolthuis. „Deutschland gehört zu den Top 6 Ländern weltweit mit den meisten Vegetariern. Dies spiegelt sich nicht nur in speziellen Supermarktketten mit Bio- und veganen Produkten wider. Auch in den konventionellen Supermärkten ist das vegetarische und vegane Regal in den letzten Jahren sehr stark gewachsen.“

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Als „Agri-Food Broker“ hat Wolthuis umfangreiche Erfahrungen in den Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und den Niederlanden gesammelt. So empfing er im vergangenen Jahr beispielsweise eine große Einkäuferdelegation führender deutscher Lebensmitteleinkäufer von Handelsketten und Zulieferern in die Großbetriebe. Er stellte ihnen auch niederländische Startups und vegetarisches und veganes Essen vor.

„Die Leute waren wirklich beeindruckt.„Gemeinsam zeigen wir, wohin das Essen geht. Genau diese Startups können diese Geschichte mit großer Begeisterung erzählen. Sie sind originell und glauben an das Produkt.“

Sehen breiter aus als der Supermarkt

Aber Wolthuis fordert die niederländischen Produzenten auch heraus, über den Supermarkt hinauszuschauen. „Wir haben eine Reihe von Algenzüchtern, die können ihre Algen auch als Halbfabrikat anbieten.“ Nachdrücklich weist der Agrar-Lebensmittel-Makler auch auf die Entwicklungen im sogenannten „Food-Service“-Segment hin. „Schauen Sie sich an, was in Betriebskantinen oder in Krankenhäusern passiert. Auch dort wächst das Interesse und die Akzeptanz.“

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Die Chancen stehen gut, dass niederländische Produkte den Weg zu den deutschen Verbrauchern finden, schätzt er ein. Ein gutes Produkt allein zu haben, reicht jedoch nicht aus, sagt er. „Du musst deine Hausaufgaben gut machen. Wir helfen dabei über GO4EXPORT. Mit unserem „Wachstumsbeschleuniger“ können Sie beispielsweise Ihre Kommunikation und Verpackung auf den deutschen Markt zuschneiden. Und wir helfen Ihnen auch auf Ihrem Weg, die richtigen Leute kennenzulernen.“

Gemeinsam den deutschen Markt betreten

Die Grüne Woche sei der Beginn der gemeinsamen Lernkurve der Startups, sagt er. „Wir arbeiten zusammen und teilen unsere Erfahrungen. Wir helfen uns auch gegenseitig, indem wir gemeinsam kommunizieren, dass Sie mit diesen Produkten in Ihre eigene Gesundheit und ein besseres Klima investieren.“ Wolthuis findet, dass die Botschaft dem neuen Zeitgeist angemessen ist. „Es ist mehr als ein neuer Food-Trend, es ist nicht weniger als eine Veränderung unserer Esskultur. Auch traditionelle Unternehmen stehen vor der Herausforderung der Innovation. Wir zeigen, dass Veränderung möglich ist.“

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Im März findet die große Gastronomiemesse Internorga in Hamburg statt. Es gibt auch ein paar Holländer, darunter Unameats. „Wir hoffen auch, neue deutsche Delegationen zur Inspiration in die Niederlande zu holen. Wir wollen uns auch auf deutschen Messen präsentieren, oder einer Hausmesse eines großen deutschen Supermarkts. Im Oktober folgt der Foodvalley Summit in Wageningen. Eine tolle Gelegenheit, deutsche Gäste einzuladen. Wir schließen 2020 mit einem Holland-Pavillon auf der Health and Natural Ingredients Fair in Frankfurt ab.“

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