DNHK Network Lunch mit Ron van het Hof, CEO Euler Hermes

Ron van Hof. Foto: DNHK/Verse Beeldwaren

Schon als Kind war Ron van het Hof von Entdeckern fasziniert und der CEO von Euler Hermes sucht noch immer nach unentdeckten Möglichkeiten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Versicherungsbereich, aber auch in der Wirtschaft. Er versteht sich als Navigator der Wirtschaft mit Blick für die Grenzregion

Im Rahmen unserer neuen digitalen Veranstaltungsreihe laden wir Sie ein, die Mittagspause virtuell zu verbringen. Obwohl eine physische Vernetzung leider noch nicht möglich ist, möchten wir Sie beim Ausbau Ihres Netzwerks unterstützen und Ihnen die Möglichkeit bieten, mit anderen Mitgliedern in Kontakt zu treten. Darüber hinaus geben wir Ihnen Einblicke in aktuelle Themen und Sie sind selbstverständlich herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen. Als Niederländer stehen Sie seit fünf Jahren an der Spitze von Euler Hermes Deutschland. Können die Deutschen Sie noch überraschen?Jedes Jahr zu Weihnachten. Jedes Jahr bekomme ich persönliche Briefe mit zum Beispiel einem Familienfoto – das bewegt mich immer wieder aufs Neue. In den Niederlanden ist das oft anders: höchstens eine App mit „Happy New Year“. Die meisten Deutschen, die ich kenne, sind fürsorglich, rücksichtsvoll und natürlich gründlich. Darüber hinaus messen sie Normen und Werten in der Regel einen hohen Stellenwert bei. Das macht sie authentisch. Wenn Sie diese Eigenschaften mit niederländischer Kreativität und Flexibilität kombinieren, erhalten Sie eine interessante Kombination.

Mehr wissen: Corona-Updates für Deutschland und die Niederlande #03.

Welche Auswirkungen wird die Krise haben?

In Entdeckungen zu investieren gibt Ihnen Energie, um weiterzumachen. So kommen wir aus jeder Krise heraus. Wir befinden uns jetzt in einer Situation, die noch niemand zuvor erlebt hat. Dank COVID-19 werden jedoch wichtige Themen schneller angegangen. Bei der Energiewende und dem Risikomanagement stehen noch große Schritte vor uns. Regierungen und Unternehmen suchen sich jetzt gegenseitig aus. In „normalen“ Zeiten sind diese Schritte oft schwieriger – wie die Deutschen sagen „Man muss das Heu machen, wenn die Sonne scheint“. Dazu werden wir jetzt gezwungen, das ist das Gute daran.

Mehr wissen: Was Armin Laschet tun muss, um Bundeskanzler zu werden.

Welche Auswirkungen wird die Corona-Krise auf die deutsch-niederländische Zusammenarbeit haben? Deutschland und den Niederlanden ist es ähnlich. Beide Länder haben eine sparsame und konservative Bilanzierung, aber wir sind innovativ und bereit, in neue Technologien zu investieren. Themen, an denen beide Länder arbeiten, wie Wasserstoff, Wind- und Solarenergie und CO2-Neutralität, gewinnen jetzt an Fahrt und es gibt viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Beide Länder sind finanziell stark genug, um in diesem Bereich zu investieren und können als Vorbild für andere Länder dienen.Es ist wichtig, diese Themen auf der Tagesordnung zu halten, Schritte zu unternehmen und sich dabei gegenseitig zu unterstützen. Das macht das DNHK-Netzwerk wertvoll – wir haben so viele Mitglieder, die füreinander von großer Bedeutung sein können. Als Kammer müssen wir die Parteien motivieren, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Mehr wissen: Podcast – Wie die Industrie Deutschland durch die Corona-Krise zieht.

Lesen Sie hier das gesamte Interview beim DNHK.