Euregios schreiben Feuerbrief: Notlösung für Grenzpendler nötig, die in der Corona-Krise außen vor

Aus den vielen Anfragen, die die fünf GrensInfoPunten der fünf Euroregionen entlang der deutsch-niederländischen Grenze täglich erhalten, geht hervor, dass Grenzgänger oft keinen Anspruch auf nationale Corona-Hilfsmaßnahmen in dem Land haben, in dem sie arbeiten oder leben, weil sie in einem anderes Land, als sie leben. , sagt Sprecher Michiel Savelsbergh. „Unternehmer zum Beispiel haben kaum oder keine Chance auf Sozialleistungen oder sonstige Unterstützung. Und es gibt kein Recht auf Kurzarbeit.“

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Die fünf Euregios brauchen Übergangslösungen, damit diese Gruppe der Grenzgänger nicht außen vor bleibt. „Dazu ist es notwendig, dass sowohl Deutschland als auch die Niederlande gemeinsam Grenzgänger betrachten, die in Land A leben und in Land B arbeiten, und nicht nur auf die eigene nationale Gesetzgebung verweisen. Das ist ein grenzüberschreitendes Problem“, sagt Savelsbergh.

Eine gemeinsame Lösung Deutschland und Niederlande ist gefragt

Deshalb plädieren die fünf Euroregionen in ihrem Schreiben für gemeinsame Lösungen beider Länder. Die Euregios tun dies, weil sie selbst Organisationen sind, die sich in diesem Fall auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Niederlanden und Deutschland konzentrieren, so der Sprecher.

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Die Euregios verwalten die sogenannten GrensInfoPoints, die sich speziell an Grenzgänger richten. Die Website der Grenzinfostellen enthält Informationen für Grenzgänger zu Steuern, Sozialversicherung, Gesundheitskosten und anderen Themen.

Website für Grenzgänger

Die Euregios bemühen sich seit Jahrzehnten um die Verbindung der Grenzregionen und bieten daher gerne ihre Unterstützung und Zusammenarbeit an. Der Brief wurde von den fünf Direktoren der EUREGIO (Gronau), Ems-Dollard-Region, Euregio Rhein-Maas-Nord, Euregio Maas-Rhein und Euregio Rhein-Waal unterzeichnet. Sie konzentrieren sich nicht nur auf Deutschland und die Niederlande, sondern auch auf Belgien.

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Die GrensInfoPunten wurden gegründet, weil die niederländisch-deutsche Grenze auch ohne Krise viele bürokratische Hürden schafft, insbesondere für diejenigen, die in einem Land leben und in einem anderen arbeiten. Alfred Derks vom GrenzInfoPunkt in Kleve sprach bereits über seine Arbeit bei Deutschland Nachrichten.

GrenzInfoPunkt kennt die Antworten auf Fragen, die nicht online zu finden sind

Angefangen hat es einst in Kleve mit Sprechstunden der Sozialversicherungsbank (SVB) und des Finanzamtes. Inzwischen gibt es immer mehr Partner an Bord des Derks-Teams und immer mehr Festnetzanschlüsse zu Organisationen, die auf komplizierte Fragen eine Antwort haben.