Online-Seminar E-Health: So starten Sie eine Gesundheits-App für den deutschen Markt

Wie führt man eine Gesundheits-App für das Gesundheitswesen in Deutschland ein? Eine für viele Unternehmer relevante Frage, gerade jetzt, wo Deutschland massiv in die Digitalisierung des Gesundheitswesens investiert. Niederländische Experten des deutschen Gesundheitswesens veranstalten daher am 25. Juni von 11 bis 12 Uhr das Online-Seminar „Kommerzielle Chancen für den E-Health-Markt in Deutschland, App auf Rezept“. Hier registrieren.

Als größtes Land Europas ist Deutschland automatisch der größte Markt für Digital Health. Niederländische Unternehmer, die in den letzten Jahren in Deutschland Chancen sahen, stellten fest, dass es gar nicht so einfach war, im deutschen Gesundheitswesen Fuß zu fassen. Aber jetzt wird es einfacher, eine Gesundheits-App im deutschen Erstattungssystem zu registrieren. Dies ist innerhalb von 3 Monaten möglich.

Schnelleinstieg Gesundheits-App in den deutschen Markt

Ärzte in Deutschland können seit kurzem Gesundheits-Apps auf Rezept verschreiben. Nun wurde ein Fast-Track entwickelt, um die App in das Erstattungssystem der gesetzlichen Krankenkassen einzubinden. Dieser Fast Track ermöglicht es, Ihre App innerhalb von drei Monaten in das Erstattungsregister aufzunehmen. Dies bietet einzigartige kommerzielle Möglichkeiten für Unternehmer, die Gesundheits-Apps anbieten.

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Während der Online-Session wird Agaath Hulzebos vom Netherlands Business Support Office (NBSO) in Stuttgart alle Vor- und Nachteile dieses Fast-Tracks diskutieren und Gastredner Marco Essed, CEO von Embloom, teilt seine Erfahrungen mit der Geschäftstätigkeit in Deutschland und wie er leitet sein Unternehmen und stieg in den deutschen E-Health-Markt ein.

Konkrete Möglichkeiten für niederländische Unternehmer

Agaath Hulzebos vom NBSO aus Stuttgart erklärt vorab, warum es für niederländische Unternehmer interessant ist, über den deutschen Markt nachzudenken.

Auf was sind Niederländer, die eine App in Deutschland einführen wollen, bisher gestoßen?

Die Komplexität. Es kann leicht zwei bis drei Jahre dauern, bis Ihre App in das zentrale Erstattungssystem der Krankenkassen aufgenommen ist. Eine andere Möglichkeit bestand darin, für jeden Versicherer separate Vereinbarungen zu treffen, aber das ist mindestens ein ebenso langer Prozess. Für viele niederländische Anbieter waren solche Hindernisse zu groß.

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Das beschleunigt sich jetzt, liegt das an Corona?

In Sachen Digitalisierung liegt das deutsche Gesundheitswesen 10 bis 15 Jahre hinter den Niederlanden zurück. Gesundheitsminister Jens Spahn hat bei seinem Amtsantritt sofort signalisiert, dass er sich auf die Digitalisierung fokussieren wolle. Die Coronakrise beschleunigt diese Revolution. Nehmen Sie an der Online-Beratung teil. Daran beteiligten sich zu Beginn der Corona-Krise einige Hundert Ärzte, innerhalb der ersten sechs Wochen nach Ausbruch des Coronavirus in Deutschland waren es jedoch mehr als 100.000. Die Notwendigkeit der Digitalisierung ist jetzt viel offensichtlicher.Ärzte dürfen daher ab sofort eine App verschreiben, die nachweislich die Gesundheit eines Patienten verbessert. Und diese App wird von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet.

Was können niederländische Anbieter damit anfangen?

Dies ist eine ganz konkrete Chance auf dem deutschen Gesundheitsmarkt. Es gibt jetzt einen Fast Track, mit dem Ihre App innerhalb von 3 Monaten nach Antragstellung in das Erstattungsregister der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden kann. Das ist eine enorme Verbesserung gegenüber der vorherigen Route.

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Wie funktioniert das?

Sie erhalten nach Ihrer Bewerbung eine Rückmeldung. Man betrachtet zwei Dinge. Zunächst einmal die allgemeinen Anforderungen wie Sicherheit, Qualität und Funktionalität. Zweitens müssen Sie nachweisen können, dass Ihre App positive gesundheitliche Auswirkungen auf den Patienten oder Kunden hat. Wenn Sie mit den allgemeinen Voraussetzungen zufrieden sind, aber noch keine nachweisbaren Forschungsergebnisse vorweisen können, wird Ihre App bereits für maximal ein Jahr in das Erstattungsregister aufgenommen. Anschließend haben Sie ein Jahr Zeit, um zu beweisen, dass Ihre App einen positiven Effekt hat.

Gibt es bereits aufgenommene Niederländer?

Unternehmen können erst seit wenigen Wochen Anträge stellen. Die ersten Rückmeldungen werden also erst im September erwartet. Da dies bei vielen E-Health-Unternehmen in den Niederlanden noch nicht allgemein bekannt ist, veranstalten wir jetzt diese Online-Konferenz.

Welche Apps haben eine Chance?

Es geht also wirklich um Apps, die einen positiven gesundheitlichen Effekt für den Patienten haben. Also keine Apps, die beispielsweise einem Arzt helfen, effizienter zu arbeiten. Denken Sie an Apps, die einen gesünderen Lebensstil unterstützen oder an Apps, die Inkontinenzprobleme lösen oder Muttermale scannen. Bitte stellen Sie Ihre Frage bei der Anmeldung.

Programm Donnerstag, 25. Juni von 11:00 – 12:00 Uhr:

  • Moderator: Hans Brouwers, High Tech & Industry Beauftragter Deutschland, East NL
  • Einführung Trade & InnovateNL und ROMs: Mark Koppers, Senior Project Manager International Trade – Germany, BOM
  • Rezept-App: Agaath Hulzebos, Chief Representative NBSO Stuttgart
  • Praktische Erfahrungen im deutschen Gesundheitsmarkt: Marco Essed, CEO, Embloom

Die Organisation liegt in den Händen von BOM Brabant, LIOF, Oost NL, GO4Export, NBSO Stuttgart, RVO

Registrieren

Anmelden könnt ihr euch bis Mittwoch, 24. Juni 17:00 Uhr. Bei der Anmeldung können bis Dienstag, 23. Juni, Fragen gestellt werden.