Podcast – Rätsel um den „größten Angriff auf ein deutsches Museum seit dem Zweiten Weltkrieg“

Ist bekannt, wer hinter diesen Vandalismen steckt?

Neu! Während der Pressekonferenz heute Nachmittag sagte der Museumsdirektor, die Polizei stehe vor einem großen Rätsel. Doch in den deutschen Medien wird viel über den Einfluss des Autors veganer Kochbücher Attila Hildmann spekuliert, der heute vor allem für seine Führungsrolle bei Anti-Corona-Demonstrationen und der Verbreitung von Verschwörungstheorien bekannt ist. Er hetzt seine zehntausenden Follower über einen Telegram-Kanal gegen diese Museen auf der Museumsinsel im Herzen Berlins auf. Die Polizei erklärte übrigens heute Nachmittag, dass sie keine direkte Verbindung herstellen könne. „Wir beteiligen uns nicht an diesen Spekulationen.“ Es könnten auch Täter mit psychischen Wahnvorstellungen sein.

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Warum Kunst zerstören, wenn man gegen die Corona-Maßnahmen ist?

Das Pergamonmuseum enthält viele Objekte aus der Antike: ägyptische, griechische und römische Kunstschätze. Attila Hildmann verbreitet seit Wochen über seinen Telegram-Kanal die Verschwörungstheorie, dass dieses Museum den ‚Thron des Satans‘ behalte, das Museum wäre der internationale Treffpunkt der globalen Satanisten. Das Museum selbst hat seinen Namen vom weltberühmten Pergamonaltar, 2.000 Jahre vor Christus. Es gehörte der Pergamon-Dynastie und lag in der heutigen Westtürkei. Die Museen auf der Museumsinsel ziehen jedes Jahr (vor der Corona-Pandemie) mehr als 3 Millionen Besucher an.

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Warum wurde dieser Schaden mehr als zwei Wochen lang geschwiegen?

Die Zerstörung von 63 Objekten wurde in der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober entdeckt und am 5. Oktober der Polizei gemeldet. Seitdem hält die Polizei die Angelegenheit für Ermittlungen still. Dadurch war es auch möglich, die Personen und Behörden zu informieren, die die beschädigten Objekte an die Museen ausleihen.

Ist bekannt, um welche Kunstwerke es sich handelt?

[Nicht öffentlich, aber unter den 63 Objekten wären nicht die berühmtesten Kunstschätze des Museums. Bei der Untersuchung des Videomaterials stellte die Polizei nichts fest. Es scheint, dass die Täter heimlich eine farblose, ölähnliche Flüssigkeit auf die Gegenstände gesprüht haben, zum Beispiel mit einer versteckten „Wasserpistole, Sprühflasche oder Clownsblume“, so das Museum.

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Wie sucht die Polizei nach den Tätern?

Alle Besucher des 3. Oktobers haben einen Brief erhalten, in dem sie gefragt werden, ob sie mehr gesehen haben. Und auch bei der Pressekonferenz heute Nachmittag erhofft man sich Tipps durch die Medien. Aber die Tatsache, dass diese Schritte unternommen werden, zeigt, dass die Polizei nur wenige Hinweise hat.

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