Podcast – Wie der deutsche Chemieriese Bayer mit der Übernahme von Monsanto in Schwierigkeiten steckt

Der Aktienkurs des Chemiekonzerns Bayer fällt seit Monaten, weil der übernommene Monsanto in einer Notlage steckt. Richter sprechen Menschen, die angeben, an Glyphosat erkrankt zu sein, Millionen von Ansprüchen in verschiedenen Gerichtsverfahren zu. Nun müssen Vorstandsvorsitzender Werner Baumann und Aufsichtsratsvorsitzender Werner Wenning noch mehr Rückschläge verkraften. Nach Berichten des Fernsehsenders France 2 und der Zeitung Le Monde hat die Pariser Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen zwei international tätige PR-Agenturen eingeleitet. Die Firmen Fleishman-Hillard und Publicis sollen Politiker, Wissenschaftler und Journalisten umfangreich kartiert haben.

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Sie wurden aufgrund ihrer Haltung zum Glyphosat-Skandal als „Verbündeter“, „potenzieller Verbündeter“ und „Feind“ kategorisiert. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollte diese Person offenbar „anwerben“, „erziehen“, „überwachen“ oder – wie im Fall der damaligen französischen Umweltministerin Ségolène Royal – „isolieren“. Auch private Angelegenheiten der Personen wurden festgehalten: Was sind seine Hobbys? Spielt er Golf? Ist er ein Jäger?

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Hätte der Bayer-Chef von diesen Aktivitäten Kenntnis gehabt, wäre seine Position unhaltbar geworden. Auch die Kommunikationsabteilung in Leverkusen hat diese Woche einiges zu erklären. Es ist der x-te Skandal in einer Serie, die noch nicht vorbei zu sein scheint.

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  • Derk Marseille erzählt im BNR Nieuwsradio, wie Bayer in die Skandale geraten ist.