Updates #1 und #2: Coronavirus in Deutschland und den Niederlanden

Das Coronavirus ist sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden in aller Munde. In den Nachrichten wird oft nur die Situation pro Land berichtet. Aber sicherlich ist es in der Grenzregion äußerst relevant, in beiden Ländern zu suchen. Deshalb werden wir Sie hier (ir)regelmäßig informieren.

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Updates zum Coronavirus in Deutschland und den Niederlanden

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In Deutschland wurden (Stand Freitagmorgen 08.30 Uhr) 44.329 Menschen positiv auf Corona getestet. Mindestens 270 Menschen sind gestorben.

Andere Aktualisierungen:

  • Bundesinnenministerium fordert neue Strategie: noch mehr Tests. Ein Beispiel ist Südkorea
  • Um die Versorgung deutscher Supermärkte zu gewährleisten, werden die Transportregeln gelockert. Das bedeute unter anderem, dass Lkw in Deutschland nun auch sonntags fahren dürfen, sagt Derk Marseille im BNR Nieuwsradio. Beitrag anhören
  • Der Bundesrat stimmt heute über das milliardenschwere Paket von 156 Milliarden Euro ab (plus weitere Maßnahmen steigen es auf 750 Milliarden Euro). Der Bundesrat in Deutschland ist mit dem niederländischen Senat vergleichbar. Bei dem Paket geht es um finanzielle Unterstützung für große Unternehmen wie Kurzarbeit, Hilfen für kleinere Unternehmen und Selbständige. Mieterschutz und darüber hinaus der Nachtragshaushalt.
  • Die Deutsche Bahn spürt die Auswirkungen der Krise. Wegen stark rückläufiger Fahrgastzahlen haben die Bahnen in den letzten Tagen die Zahl der Züge um mehr als drei Viertel reduziert. Im vergangenen Jahr wurde eine Rekordzahl von 150,7 Millionen Passagieren befördert. Dieses Ziel scheint für dieses Jahr unerreichbar.
  • Vor neun Tagen wandte sich Angela Merkel im Fernsehen an das deutsche Volk und drückte den Ernst der Lage aus. Die erste richtige Arbeitswoche unter diesen neuen Umständen ist nun fast vorbei. In Deutschland hört man immer mehr Aufrufe aus der Wirtschaft, die Maßnahmen zu lockern.
  • Gesundheitsminister Jens Spahn scheint noch nicht so weit zu sein. Er nannte die Situation gestern noch „die Ruhe vor dem Sturm“. Erst nach Ostern (also in 2 Wochen) will er mit den Bundesländern entscheiden, wie es weitergeht.
  • Je größer die Krise, desto ungewöhnlicher die Lösungen. Deutschland hat einen sogenannten „Wirtschaftsstabilisierungsfonds“ eingerichtet. Ausgestattet mit bis zu 600 Milliarden Euro, um das Überleben von Unternehmen zu sichern. Auffälliges Detail: Der Fonds kann bis zu 100 Milliarden Euro direkt in Unternehmen investieren. Bisher war die Verstaatlichung von Unternehmen tabu. Offenbar seit Corona nicht mehr.Aus diesem Grund hält Deutschland weiterhin Anteile an der Commerzbank.
  • Reden wir über die Tests in Deutschland. Viel Aufsehen gab es gestern über die Schnelltests, die Bosch Healthcare Solutions gemeinsam mit Randox Laboratories innerhalb von sechs Wochen entwickelt hat. Nach Angaben des Unternehmens kann eine Infektion in weniger als zweieinhalb Stunden nachgewiesen werden. Der Test wird voraussichtlich im April in Deutschland verfügbar sein.
  • Das ZDF zeigt gut, dass der ultimative Test noch nicht gefunden ist:

Eine hohe Zahl von Tests schreit wie entscheidend im Kampf gegen die Ausbreitung des #Coronavirus. Zahlreiche Firmen arbeiten gerade mit Hochdruck nicht nur an Impfstoffen und Medikamenten, sondern auch an zuverlässigen Schnelltests. pic.twitter.com/cY7rV7SIa2

Lesen Sie auch: Megatrends in der Industrie 4.0: Technologien verschmelzen.

  • Deutschland investiert in den Aufbau digitaler Bildungsplattformen, schreibt die FAZ.
  • Universitätskliniken bauen Forschungsnetzwerk im Kampf gegen Corona auf, schreibt Stern
  • Bundesregierung prüft Handydaten, um Infektionsketten aufzuspüren, schreibt die Tagesschau
  • Kommen wir bald ohne Bier aus, nachdem Saisonarbeiter aus Osteuropa nicht mehr nach Deutschland dürfen? Hilfe kommt von Studenten, die ihren Job in der Gastronomie (vorübergehend) verloren haben, schreibt der Tagesspiegel
  • Der Flughafen Berlin Tegel würde erst mit der Einweihung des neuen Flughafens schließen. Corona könnte das ändern, schreibt n-tv
  • Volkswagen, Bosch, Continental, MAN, Thyssen-Krupp, Lufthansa, Puma, Adidas und Tui: Mehr Unternehmen denn je beantragen kürzere Arbeitszeiten, schreibt die FAZ
  • Die Handelskammer in Berlin hat eine Website eröffnet, auf der sich Unternehmer gegenseitig Hilfe anbieten

In Deutschland wurden (Stand Donnerstagmorgen 08.30 Uhr) 37.181 Menschen positiv auf Corona getestet. Mindestens 206 Menschen sind gestorben.

Andere Aktualisierungen:

  • Der für Juni 2020 geplante Staatsbesuch der königlichen Familie in Deutschland wurde verschoben
  • Zunächst wurde die Hannover Messe auf diesen Sommer verschoben. Nun wurde die größte Industriemesse der Welt endgültig abgesagt.
  • Zulieferer Bosch arbeitet an einem Corona-Schnelltest. Ergebnisse in 2,5 Stunden statt 2 Tagen. Verfügbar ab April
  • Anders als in den Niederlanden laufen die Prüfungen in Deutschland weiter, vielleicht werden sie nur verschoben.
  • Das exponentielle Wachstum der Infektionszahlen in Deutschland flacht ab, aber sicher sind sich die Experten noch nicht.Unser Roy van Veen hat damit viel Erfahrung und gibt Tipps, wie man Hausaufgaben mit Heimunterricht verbinden kann

In Deutschland sind (Stand Mittwochmorgen 08.30 Uhr) 33.550 Menschen positiv auf Corona getestet worden. Mindestens 164 Menschen sind gestorben.

Andere Aktualisierungen:

  • Unternehmen, die aufgrund der Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, können die Zahlung ihres Sozialbeitrags verschieben. Am kommenden Freitag müssten sonst Beiträge zur Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Krankenversicherung gezahlt werden.
  • Der Bundestag debattiert am Montag über das vom Kabinett vorgeschlagene Milliardenpaket.
  • Der Bundestag erklärt Corona heute offiziell zur Epidemie. Das bedeutet zusätzliche Befugnisse für die Regierung. Es ist möglich, schneller in den grenzüberschreitenden Zugverkehr einzugreifen oder schneller eine Untersuchung einzuleiten.
  • VW beantragt Kurzarbeit für 80.000 Beschäftigte. Der Autobauer hatte zuvor zahlreiche Fabriken in Europa geschlossen. Es dauert zunächst bis zum 3. April.
  • Bei der Förderbank KfW wurden bereits Notkredite in Höhe von knapp 2 Milliarden Euro beantragt.

Aufgrund des föderalen Systems Deutschlands haben viele Bundesländer die Notwendigkeit, sich mit strengeren Maßnahmen zu profilieren. Vor allem, wenn es um Ministerpräsidenten geht, die später auch im Kampf um die Nachfolge von Angela Merkel eine Rolle spielen wollen. Zuerst war da Markus Söder aus Bayern, der am Freitag einen Shutdown erklärte, der über die nationalen Regeln hinausgeht. Am Montag kam Nordrhein-Westfalen neben Armin Laschet mit hohen Bußgeldern von 5.000 bis 25.000 Euro für Menschen, die die Regeln missachten. Söder kam dann mit kostenlosem Essen und Trinken für das Gesundheitspersonal zurück. Schleswig-Holstein machte am Dienstag mit der Absage der Zentralprüfungen auf sich aufmerksam.

Lesen Sie auch: Wie dieser niederländische Bio-Käsehersteller seit Jahrzehnten in Deutschland erfolgreich ist.

In Deutschland sind (Stand Dienstagmorgen 08.30 Uhr) 31.906 Menschen positiv auf Corona getestet worden. Die tatsächliche Zahl der Infektionen liegt vermutlich deutlich höher. Mindestens 119 Menschen sind gestorben.

Deutschland stellt 750 Milliarden Euro bereit, um Jobs, Unternehmen, Familien, Freiberuflern und Mietern durch die #Corona-Krise zu helfen. @derkmarseille auf @BNR erzählt mehr darüber: https://t.co/cIZQBqxAUU

Der Bundestag bereitet sich auf Notfallszenarien vor. Das Parlament sollte bereits mit 25 % der Abgeordneten entscheiden. Dazu muss die Geschäftsordnung des Bundestages geändert werden. Normalerweise müssen 50 Prozent der Abgeordneten anwesend sein.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier diskutiert heute in einer Videokonferenz mit Ökonomen und Vertretern der Bundesbank über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie.

In Deutschland ging es gestern vor allem um wirtschaftliche Fragen und Hilfe.Nicht alle davon sind Staatsausgaben. So muss beispielsweise die Kreditanstalt für Wiederaufbau die Kredite zur Unterstützung von Unternehmen von 465 auf 822 Milliarden Euro erhöhen.

Dennoch ist es das größte Rettungspaket der Nachkriegsgeschichte. Noch in diesem Jahr soll ein Nachtragshaushalt mit 156 Milliarden Euro Neuverschuldung beschlossen werden – die „schwarze Null“ ist nicht mehr heilig.

Krankenhäuser erhalten mehr Geld für Betten auf der Intensivstation und werden weniger durch Bürokratie behindert.

Auch Mieter sind geschützt. Wenn Sie wegen Corona nicht in der Lage sind, Ihre Miete oder Stromrechnung zu bezahlen, sollte dies kein Grund sein, Sie zu räumen oder den Strom abzuschalten. Es erleichtert auch die Beantragung von Leistungen.

Tatsächlich hatten viele die deutschen Klimaziele 2020 (40 % weniger Emissionen gegenüber 1990) bereits aufgegeben. Doch dank weniger Energieverbrauch durch den milden Winter und die Corona-Krise erscheint das Ziel plötzlich machbar, rechnete die Denkfabrik Agora Energiewende aus.

In Deutschland wurden (Stand Montagmorgen) 25.857 Menschen positiv auf Corona getestet. Die tatsächliche Zahl der Infektionen liegt wohl deutlich höher. Mindestens 109 Menschen sind gestorben, mindestens 266 Menschen sind genesen.

Wichtige Ereignisse in dieser Woche:

Das deutsche Kabinett trifft sich am Montagmorgen, um neue Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus zu treffen. Dazu gehören auch umfangreiche Finanzpakete, um Unternehmen, Mitarbeiter und Krankenhäuser über Wasser zu halten. In einem beschleunigten Verfahren wird der Bundestag voraussichtlich am Mittwoch darüber abstimmen, der Bundesrat am kommenden Freitag.

Das Kabinett wird voraussichtlich von Vizekanzler Olaf Scholz geleitet. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich aus der Quarantäne zurückgezogen. Sie wird wahrscheinlich per Video oder Telefon an der Besprechung teilnehmen.

Lesen Sie auch: Updates #3: Corona in Deutschland.

Auch die EU-Außenminister werden per Videokonferenz über die Corona-Krise diskutieren.Hier kannst du dich anmelden

Hiermit die offizielle Pressemitteilung https://t.co/sDUHnUFjhF

#Corona aktualisieren. #Deutschland erwog einen #Lockdown, bei dem man ohne triftigen Grund nicht mehr nach draußen gehen durfte. Die #Kontaktverbot-Maßnahme wird laut dpa etwas anderes sein: eine Art Versammlungsverbot für Gruppen mit mehr als 2 Personen, mit Ausnahme Ihrer Familie oder Mitbewohner.

Pressekonferenz Ministerpräsident @ArminLaschet von @landnrw – Extra Schutzmaterial für die stark betroffene Gemeinde #Heinsberg, nahe der NLe-Grenze – NRW kommt mit einem Sicherheitsnetz von 25 Milliarden Euro, um Unternehmen über Wasser zu halten – Restaurants geschlossen, Abholung/Lieferung ist erlaubt

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Nicht nur in den Niederlanden. In Berlin gingen heute Nachmittag 100 Eltern und Kinder ins Strandbad Müggelsee. Muss doch möglich sein oder?! #Erklärung #Kuckuck #covid19 #Berlin https://t.co/Q01JxCaekM

Als Pandemie ist Corona ein weltweites Phänomen. Doch bald hören wir hauptsächlich, was in den Niederlanden vor sich geht. Deshalb halten wir uns über die Entwicklungen in Deutschland auf dem Laufenden, um gemeinsam in die Zukunft zu blicken.

Hilfreich ist zum Beispiel zu wissen, welche Hilfsmaßnahmen Deutschland einsetzt, etwa die 50 Milliarden Euro allein in Nordrhein-Westfalen. Außerdem kassieren wir Steuervergünstigungen, Zahlungsaufschub, Kurzarbeit und andere Maßnahmen.

Digitalisierung ist heute eine Notwendigkeit, deshalb erzählen wir Geschichten über die Chancen, die sich hier für das internationale Geschäft ergeben.

Weitere Bündelung niederländischer Initiativen mit Ausrichtung auf Deutschland. Wie die Online-Webinare des DNHK. Kurzum: Mit deutschen Informationen auf Niederländisch kommen wir gemeinsam durch die Krise. Wir werden so lange wie nötig weitermachen.

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Deutschland hat mittlerweile mehr als 15.000 offiziell getestete Infektionen

– Dies geschieht auf Basis von Polizeiberichten, aber auch auf den mobilen Daten, die #Telekom Straßen #Corona zur Verfügung stellt. Damit können Sie analysieren, wohin sich viele Menschen bewegen

Es dauert einige Tage, bis Sie bemerken, ob Sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Dann müssen auch die Tests durchgeführt werden. Das alles dauert viele Tage.Es ist eine Zahl, die die Zahl der Infektionen von vor wenigen Tagen darstellt.

Lesen Sie auch: Wie Münster und Enschede in Zeiten von Corona zueinander finden.

Das bedeutet aber auch, dass sich viele Menschen möglicherweise noch nicht des Ernstes der Lage bewusst sind, was unter anderem gut sortierte Cafés und Parks in deutschen Städten erklären würde.

Um dem entgegenzuwirken, könnten nun weitere Beschränkungen des Ausgehens immer wahrscheinlicher werden. In der Stadt Freiburg gilt ab morgen ein zweiwöchiges Aufenthaltsverbot im öffentlichen Raum. Am kommenden Samstagabend (morgen) wird sich Bundeskanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer beraten, ob die #Ausgangssperre für ganz Deutschland notwendig ist. Der US-Bundesstaat Kalifornien wartet nicht und hat diese Maßnahme bereits eingeleitet.

Deutschland hat mittlerweile mehr als 12.000 offiziell getestete Infektionen

Die Großartige Initiative aus Deutschland, in den Niederlanden organisiert auch einen Hackathon @HackingHealthNL Weißt du was zu tun ist und wie man es bekommt? #coronavirus #WirvsVirus #WirvsVirusHackathon #corona@economicboard https://t.co/rNagRBrTLX https://t.co/LeTyIc59BD

Updates aus Deutschland:

#Corona-Update #Deutschland 18. März: – Zahl der Infektionen stieg allein in Berlin auf etwa 9.000 383. – Maßnahmen unterscheiden sich je nach Bundesland. Generell sind alle Aktivitäten (Kultur/Sport) bis Mitte April ausgesetzt

Aktualisierungen der Vortage:https://t.co/upoyIUGu2D

– Touristenübernachtungen sind verboten – #Shutdown Die meisten Geschäfte haben ab heute geschlossen, außer Supermärkte, Apotheken, Drogerien, Banken, Zeitschriftenläden, Baumärkte. – Auffällig: Supermärkte jetzt auch sonntags geöffnet (Berlin)

– Alle deutschen Autohersteller stellen die Produktion ein. Nach VW (darunter Audi und Porsche), Daimler und Opel jetzt auch BMW – Merkel wird heute Abend, nach der Tagesschau um 20.15 Uhr, eine Fernsehansprache in der ARD halten. #coronavirusdeutschland

Wer als Berufspendler über die deutsche Grenze fährt, sollte den einheitlichen Nachweis – Pendlerbescheinigung – nutzen. Halten Sie außerdem bitte immer Ihr #Ausweisdokument griffbereit.Die deutsche Hauptstadt hat jetzt 332 offizielle #Corona-Infektionen (Stand am Montag 16.30 Uhr)

  • Einzelhandel befürchtet Insolvenzwelle
  • Bundesregierung kündigt Luftbrücke für gestrandete Touristen an. Den Leuten wird empfohlen, nicht in den Urlaub zu fahren
  • Robert-Koch-Institut hebt Risikoeinschätzung auf „hoch“ an
  • Für Deutsch-Schwierige: Tagesspiegel hält die Updates auch auf Englisch
  • Bundesregierung rät den Bundesländern, sich auf einen weitreichenden Shutdown vorzubereiten:

Im deutschen föderalen System können die Maßnahmen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein. Deutschland hat seine Grenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich und Dänemark bereits geschlossen. Polen hat die Grenze bereits geschlossen. Eine Ausnahme bilden die Niederlande und Belgien.

Lesen Sie auch: Updates #4: Corona in Deutschland.

Drinnen bleiben ist die Devise. Die Bundesregierung rät den Bundesländern, alle Geschäfte zu schließen, die nicht direkt das Nötigste verkaufen. Der Bäcker und der Supermarkt haben noch geöffnet, aber das Schuhgeschäft muss schließen.

Fast alle Schulen und Kitas sind seit Dienstag geschlossen. Kinder von Eltern mit lebenswichtigen Berufen können in Schulen betreut werden. Hotels dürfen keine Touristen mehr beherbergen. Es besteht ein Gottesdienstverbot. Auch Versammlungen in Synagogen und Moscheen finden nicht mehr statt. Die Öffnungszeiten der Restaurants sind zwischen 6 und 18 Uhr eingeschränkt.

Cafés in Berlin sind seit Samstagnachmittag geschlossen. Alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sind untersagt. Sportvereine, Schwimmbäder und Fitnessstudios müssen ihre Türen schließen. Dies gilt auch für Theater, Opern- und Konzerthäuser, Museen und Bibliotheken. Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen sind nicht mehr oder kaum noch erlaubt.

Eine kleine Zusammenfassung zum aktuellen Stand der Dinge in Deutschland. Die Situation kann aufgrund der föderalen Struktur von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein.

Deutschland hat viele Nachbarländer und hat seit heute Morgen um 8 Uhr die Grenze zu einigen von ihnen geschlossen. Es betrifft die Grenzen zu Frankreich, Österreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz. Das bedeutet keine hermetische Versiegelung. An der Grenze werden nur der Güterverkehr und Berufspendler durchgelassen.

Auch innerhalb Deutschlands finden Interventionen statt. Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein verweigern Touristen den Zugang zu Inseln wie Sylt, Amrum, Föhr, Fehmarn, Pellworm, Norderney und Wangerooge. Die Bundesländer wollen den Inselbewohnern medizinische Fähigkeiten sichern.

Darüber hinaus wird die Deutsche Bahn unter der Woche die Zahl der Regionalzüge deutlich reduzieren.Die Arbeitsämter schließen ihre Türen für Arbeitssuchende. Wer seinen Job verliert, kann dies nun auch telefonisch melden. Das Antragsformular für Arbeitslosengeld kann in den Briefkasten geworfen werden.

Bayern wird wahrscheinlich heute den Notstand ausrufen. Damit will Ministerpräsident Markus Söder vor allem im Bereich der medizinischen Versorgung mehr Kontrolle übernehmen.

In vielen Bundesländern sind seit Montagmorgen die Schulen geschlossen, etwa in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Berliner Grundschulkinder holen montags ihre Hausaufgaben ab. Sie müssen sich frühestens nach den Osterferien (20. April) wieder in der Schule melden.

Bars, Clubs und Restaurants sind vielerorts geschlossen. Die Bundesregierung will Supermärkte, Tankstellen und Convenience-Stores offen halten. Die allermeisten Veranstaltungen wurden abgesagt.

  • In Deutschland werden die meisten Großveranstaltungen zumindest bis Mitte April abgesagt oder verschoben. Angela Merkel rief alle zur Solidarität auf
  • Was bedeutet das für Großveranstaltungen in den Niederlanden? In Deutschland haben sie bereits eine Vorstellung davon, in welche Richtung es geht:

Im deutschen Rundfunk wurde bereits gestern davon ausgegangen, dass der Eurovision Song Contest ohnehin nicht stattfinden wird. Zumindest jetzt nicht. Auch mein Sohn sah Chancen; „Die Niederlande bleiben einfach zwei Jahre ohne Zusatzkosten der Gewinner“ https://t.co/s6qLDrVk6d

  • Sechs führende Ökonomen stellen Corona-Notfallplan für die Wirtschaft vor
  • Jedes Bundesland hat eigene Pläne, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Alle Bundesliga-Spiele finden diese Woche ohne Publikum statt. Den Rest des Wettbewerbs ohne Publikum zu beenden, könnte die deutschen Klubs 140 Millionen Euro kosten.
  • Jeder Nachteil hat seinen Nachteil: Keine langen Schlangen mehr beim Mustafas Gemüse-Kebab in Berlin-Kreuzberg, bekannt aus allen Reiseführern.

Hunderte Menschen überqueren täglich die Grenze. Was bedeutet das für die Entwicklung des Coronavirus? Die Hogeschool Fontys Venlo hat diese Karte mit Nummern auf beiden Seiten der Grenze in der Euregio Rhein-Maas-Nord (Teil von Nord-Limburg) erstellt.

Die Niederlande zeigen nur niederländische Corona-Fälle. Deutschland nur die deutschen Fälle. @fontysborders hat ein Bild davon gemacht, was Corona für die Grenzregion bedeutet. #coronaborderland #grenzpendler pic.twitter.com/5vslaH2ZYs

Seit einigen Wochen wird das deutsche 24/7 Hausarzttelefon hochskaliert, damit eine eindeutige Triage erfolgen kann und Hausärzte vor Ort entlastet werden.Dies ist nun auch vorübergehend telefonisch über die gleiche Nummer möglich.https://t.co/bTKxC2wjkn

26. Februar

Ein am Coronavirus erkrankter Deutscher war letzte Woche in Limburg. Dies wurde vom Nationalen Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RIVM) gemeldet. Die GGD untersucht, ob der Mann während seines Aufenthalts in Limburg mit anderen Personen in Kontakt gekommen ist.

  • Hören Sie den Beitrag von Derk Marseille auf BNR Nieuwsradio

Laut Virologe Ab Osterhaus erschwere die aktuelle Grippewelle Kontaktermittlungen, sagt er im BNR Nieuwsradio. „Es ist wichtig, dass wir uns bewusst machen, dass es derzeit auch eine gemeinsame Grippe gibt. Wichtig ist, dass auch die Personen, die Kontakt zu diesem Mann aus Deutschland hatten, gezielt auf das Virus getestet werden.

Coronavirus-Infektion nahe der niederländischen Grenze

Es ist nicht bekannt, ob es sich um dieselbe Person handelt wie bei dem Deutschen, der sich kurz hinter der Grenze zu den Niederlanden mit dem Virus infiziert hat. Der Mann kommt aus Heinsberg in Deutschland, das knapp an der Grenze zu Limburg liegt. Der Patient wurde in ein Düsseldorfer Krankenhaus verlegt. Noch ist unklar, wer die Person infiziert hat. Der Mann hatte jedoch zuvor Kontakt zu einem Bekannten, der sich in China aufgehalten hat. Auch die Ehefrau des Infizierten zeigt Krankheitssymptome. In der Gemeinde Heinsberg bleiben heute vorsorglich Schulen und Kitas geschlossen.

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