Verkehrsstrafen in Deutschland deutlich höher

Nach langem Tauziehen zwischen den Bundesländern und der Bundesregierung hat der Bundesrat beschlossen, die Verkehrsstrafen deutlich zu erhöhen. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) muss noch unterschreiben.

Bußgelder in Deutschland gestiegen

Im Vergleich zu den Niederlanden sind viele Verkehrsstrafen in Deutschland viel niedriger. Die neue Maßnahme reduziert die Unterschiede. Hier eine Auswahl der Anpassungen.

Mehr erfahren: Corona-Updates für Deutschland und die Niederlande Herbst 2021.

  • Fehlerparker werden ab sofort mit einer Geldstrafe von bis zu 55 Euro belegt. Bisher waren das nur 15 Euro.
  • Autofahrer, die innerorts 16 oder 20 km/h schnell fahren, zahlen jetzt 70 Euro statt 35 Euro.
  • Wer innerhalb geschlossener Ortschaften 91 km/h statt der erlaubten 50 km/h fährt, zahlt bald 400 Euro statt 200 Euro
  • Wer ohne Parkschein auf einem Behindertenparkplatz parkt, wird mit 55 Euro statt bisher 35 Euro Bußgeld belegt.
  • Wer auf einer offiziell gekennzeichneten Zufahrtsstraße der Feuerwehr parkt oder ein Einsatzfahrzeug behindert, muss mit einer Geldstrafe von 100 Euro rechnen.
  • Neues Bußgeld: Falsches Einparken auf einem Parkplatz für E-Autos und geteilte Autos wird mit einer Verwarnungsgeldstrafe von 55 Euro geahndet.
  • Wer die „Rettungsgasse“ nicht nutzt oder gar missbraucht, riskiert ein Bußgeld von 200 bis 320 Euro und ein Fahrverbot von einem Monat.
  • Lkw-Fahrer, die beim Rechtsabbiegen innerhalb geschlossener Ortschaften nicht im Schritttempo fahren, werden mit 70 Euro Bußgeld belegt.
  • Die widerrechtliche Nutzung der Geh- und Radwege wird mit einer Geldstrafe von maximal 100 Euro statt 25 Euro geahndet.

Maximale Geschwindigkeit

Während diese neuen Bußgelder voraussichtlich Ende Oktober in Kraft treten, wird in den Gründungsgesprächen auch die Einführung einer allgemeinen Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung diskutiert. Deutschland ist das einzige Land in Europa, das kein generelles Tempolimit hat. Von den Verhandlungsparteien sprechen sich SPD und Grüne für ein Maximum aus. Die FDP ist dagegen. Auch die Grünen befürworten die Einführung von mehr 30-Kilometer-Zonen in Wohngebieten.

Whrend diese neuen Bugelder voraussichtlich Ende Oktober in Kraft treten wird in den

Wir haben uns bereits vor einigen Jahren mit diesem Thema beschäftigt: Warum sind die Verkehrsstrafen in Deutschland so niedrig? Man kann nicht nur der Autolobby die Schuld geben.