Warum die BrauBeviale in Nürnberg als Standardtisch der Braubranche gilt

Niederländische Unternehmer bereiten sich bereits auf die BrauBeviale vom 12. bis 14. November in Nürnberg vor. Seit 1978 hat sich die Messe zum wichtigsten Treffpunkt in Europa für die gesamte Getränkeproduktionskette entwickelt. Bei der letzten Ausgabe kamen 40.000 Fachbesucher nach Nordbayern, um Kontakte in die Welt der Rohstoffe, Technologie, Logistik und Marketing zu knüpfen.

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Mindestens 53 % der Messebesucher kommen aus dem Ausland. Nach Recherchen der Messeorganisation unter den Besuchern sind 90 % von ihnen an den Investitionsentscheidungen ihres Unternehmens beteiligt.

Innovation auf der BrauBeviale jetzt wichtig, da weniger Bier getrunken wird

Die BrauBeviale ist vor allem in Europa für den kreativen Charakter der Messe bekannt, der gut zu den Trends in dieser Branche passt, in der Innovationen immer wichtiger werden. Die Zeiten, in denen beispielsweise Bier für viele Verbraucher ein relativ einheitliches Produkt war, sind definitiv vorbei. Heute geht es um die unterschiedlichsten Geschmackserlebnisse und Entwicklungen scheinen immer schneller aufeinander zu folgen. Gleiches gelte für andere alkoholische Getränke, schreiben die beteiligten Experten in ihren Trendberichten.

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Gleichzeitig trinken die Menschen weltweit weniger Bier, das ist im Bierland Deutschland nicht anders. Doch darum geht es nicht, sagt Geschäftsführer Fred Höfler der 350 Jahre alten Tucher-Brauerei, die heute zur Radeberger Gruppe gehört. „Die Steigerung des Gesamtvolumens ist nicht unsere Priorität, wichtiger ist es, Marktanteile gegenüber der Konkurrenz zu gewinnen.“

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Die Niederländer gehen auf die Wünsche der Craft-Beer-Brauereien ein

Von den mehr als tausend teilnehmenden Unternehmen kommen mindestens 36 Unternehmer aus den Niederlanden. Der starke Aufstieg von Mikrobrauereien (Craft Beweries) ist für Direktor Pieter van Rooij von SBI Selected Brewing Ingredients aus Veghel ein wichtiger Grund, die BrauBeviale seit 2012 nicht auszulassen. „Für uns ist es ein wichtiger Ort, um unsere internationalen Kunden zu treffen, aber auch um die Markenbekanntheit in Europa zu stärken.“

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SBI präsentiert sich in Nürnberg als Einkaufspartner aus einer Hand, sagt Van Rooij, mit Flaschen, Getreide, Hopfen, Zucker und Malz. „Es ist einzigartig, dass mehrere Rohstoffe von einem Standort stammen können. Dies ist zu relativ wettbewerbsfähigen Preisen möglich, denn so können Sie die Transportkosten niedriger halten.“ Das sei wichtig für seine Kunden, sagt er. „Die Leute sind kritisch und setzen wirklich auf Premium-Qualität.“

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Mikrobrauereien wollen genau wissen, woher die Rohstoffe kommen, sagt Van Rooij. „Natürlich steht die Lebensmittelsicherheit an erster Stelle, aber die Menschen möchten die Produkte entlang der gesamten Kette zurückverfolgen können.„Dort ist es sehr professionell, auch wenn es am späten Nachmittag oft etwas familiärer wird. Die meisten Besucher haben hier und da Bier probiert.“ Hier kann sich SBI profilieren, weil sich viele andere Aussteller auf den großen Lagerbiermarkt konzentrieren, auf dem die großen Brauereien einkaufen. „Da unsere Kunden die kleineren Craft Brewer sind, befinden wir uns derzeit in einer einzigartigen Position. Das zeichnet uns automatisch aus, denn wir zeigen verschiedene Rohstoffe und Produkte.“

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