Warum die Cybersicherheitsmesse it-sa 2019 für die Niederlande von strategischer Bedeutung ist

Auch in Deutschland steht Cybersicherheit immer weiter oben auf der Agenda von Unternehmen und Regierungen. Berlin erhielt einen Weckruf, als 2015 das interne Netz des Bundestages von kriminellen Hackern abgeschaltet wurde. Seitdem sind Unternehmen auch wachsamer gegenüber digitalen Gefahren. Die neuesten Trends sind während der it-sa 2019 vom 8. bis 10. Oktober in Nürnberg, der größten Messe für digitale Sicherheit in Europa, zu sehen.

Diese Messe ist von strategischer Bedeutung, stellte die niederländische Regierung vor einigen Jahren fest. Es führte zunächst zu einer Handelsmission und im letzten Jahr sogar zu einem Holland Cyber ​​​​Security-Pavillon, geleitet von InnovationQuarter, dem Entwicklungsunternehmen von Südholland. Studien belegen, dass in Süddeutschland viele Chancen für die niederländische IKT-Branche liegen, sagt Marlou Peters von der Wirtschaftsabteilung des Generalkonsulats in München. „Gerade in Bereichen wie Security by Design, der Sicherheit von Smart Grids und lebenswichtigen Infrastrukturen, der Simulation von Angriffen und der Verteidigung.“

Auch öffentlich-private Partnerschaften in den Niederlanden seien einzigartig, sagt Peters. „Deutschland beobachtet das mit großem Interesse. Public-Private-Partnership schafft Bewusstsein und fördert die Entwicklung neuer Technologien.“ Beispiele für eine solche Zusammenarbeit in den Niederlanden sind das The Hague Security Delta, das Cyber ​​Resilience Center in Eindhoven und das Smart Industry Fieldlab ‚The Garden‘ in Hengelo sowie die 11 Regional Development Companies (ROM), darunter das InnovationQuarter.

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„Deshalb werden die Niederlande zusammen mit der Provinz Südholland und der Gemeinde Den Haag dieser Messe in den kommenden Jahren besondere Aufmerksamkeit schenken“, sagt Peters. „Cybersicherheit ist ein sehr wichtiges Thema für Deutschland und die Niederlande. Um weiterhin am internationalen Wettbewerb teilnehmen zu können, ist die Zusammenarbeit zwischen den Niederlanden und Deutschland im Bereich Wissen und Handel rund um die Cybersicherheit von entscheidender Bedeutung.“

Viele Cybersicherheitsspezialisten in Südholland

Es ist nicht verwunderlich, dass viele Unternehmen in Südholland stark im Bereich Cybersicherheit sind, sagt Isabel Barnhoorn vom InnovationQuarter. „Natürlich werden Sie in Den Haag viele Regierungsorganisationen finden, die wichtige Nachfrager in Bezug auf Cybersicherheitslösungen sind. Neben der eigenen niederländischen Regierung sind auch große internationale Parteien wie Europol und die UNO in Den Haag präsent. Dieses Angebot hat viele Spezialisten für digitale Sicherheit geschaffen.“

Aber auch die verarbeitende Industrie rund um Delft, Leiden und Rotterdam spiele dabei eine Rolle, sagt sie. „Hier haben Sie zum Beispiel Fokker, aber auch Airbus in Leiden, wo für die Raumfahrtbehörde ESA Raketentechnik entwickelt wird. Und denken Sie auch an die maritime Industrie und viele andere produzierende Unternehmen, die sich mit Smart Industry beschäftigen.„Wir entscheiden uns jetzt für eine Holland Lounge“, sagt Barnhoorn. „Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Matchmaking. Hier können Unternehmen ganz entspannt potenzielle Kunden einladen.“ Auch in diesem Jahr nehmen wieder rund 10 Unternehmen teil. „Aufgrund der Erfahrungen aus dem letzten Jahr legen wir verstärkt Wert auf die Organisation von Networking-Events rund um die Messe.“

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Eine der Veranstaltungen ist das „Niederländisch-Deutsche Cyber-Sicherheitsforum“ (Dienstag, 8. Oktober, 15 – 18 Uhr) in Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsnetzwerk München, das bereits zum vierten Mal stattfindet, bei dem niederländische Unternehmer ihre Gesellschaft. Der Vorsitzende Peter Möhring sagte zuvor gegenüber Deutschlandnachrichten, warum der niederländische Ansatz für Deutschland interessant ist. „Während in Deutschland zu bestimmten Themen noch auf besonders hohem Niveau nur theoretisch gearbeitet wird, haben die Niederländer praktische Erfahrung. Sie wissen, wie man es gut umsetzt, wir können viel daraus lernen.“

Das Besondere in diesem Jahr ist, dass der deutsche nationale Branchenverband der IT-Sicherheitsbranche TeleTrusT für eine Netzwerkveranstaltung aktiv auf die Niederlande zugegangen ist, sagt Marlou Peters. „Das führte am Dienstag, 8. Oktober, ab 08:00 Uhr zu einem gemeinsamen Frühstück mit einer Eröffnungsrede des Münchner Generalkonsuls Paul Ymkers. Sie waren letztes Jahr unsere „Nachbarn“ auf der it-sa. Sie sehen also, dass hierdurch schöne Dinge entstehen können.“

Am Mittwoch, 9. Oktober, 12 Uhr, folgt ein Town Hall Meeting mit Invest in Bavaria und dem Sicherheitsnetzwerk München zum Thema KI. Abgerundet wird der Messetag um 16 Uhr mit einem Netzwerktreffen in der Holland Lounge, bei dem die NBSO Frankfurt Unternehmen miteinander vernetzt. „Unternehmer haben die Networking-Momente im letzten Jahr sehr geschätzt, deshalb haben wir uns besonders darum bemüht“, sagt Barnhoorn.

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Niederländer helfen sich gegenseitig in Nürnberg

Gerade für niederländische Unternehmer, die jetzt den deutschen Markt erkunden wollen, hilft es, an der Holland Lounge teilzunehmen, sagt Barnhoorn. „Sie heben sich ab und Unternehmer haben im letzten Jahr eine gute gegenseitige Bindung aufgebaut. Sie haben sich gegenseitig potenzielle Kunden vermittelt.“ Das bestätigt auch Vertriebsleiter Torsten Noack von Cybersprint aus Den Haag. „Die Zusammenarbeit hat uns geholfen“

Zudem profitiere man von den bestehenden Netzwerken des Konsulats in München, ergänzt Peters. „Wir stehen in engem Kontakt mit süddeutschen IT- und Industrieclustern, Regierungen und Branchenverbänden. Das spart Unternehmern viel Recherchearbeit.“ Es helfe auch, dass Unternehmen und Regierungen hier zusammenarbeiten, sagt sie. „Im vergangenen Jahr war das Interesse deutscher Regierungen an niederländischen Lösungen im Bereich Cybersicherheit bemerkenswert groß. Das wird jetzt nicht anders sein.“

Um auf der Nürnberger Messe erfolgreich zu sein, muss man aber auch arbeiten, sagt Noack.In diesem Jahr wissen wir noch besser, wie wir das angehen wollen.“ Auf der it-sa-Website kann man sich vorab gut über andere Aussteller informieren, sagt Barnhoorn. „Unsere Teilnehmer können sie dann in die Holland Lounge einladen oder zu den Networking-Events mitnehmen.“

es-sa 2019

Die Cybersecurity-Messe it-sa 2019 vom 8. bis 10. Oktober 2019 in Nürnberg ist der größte Branchentreffpunkt in Europa. Ein gemeinsamer niederländischer Eintrag wird von InnovationQuarter organisiert. Weitere Informationen zur NürnbergMesse und Messen wie der it-sa erhalten Sie bei der offiziellen Vertretung in den Niederlanden, Beech Business Promotion.

Die Teilnehmer werden auf der Linkedin-Seite des Generalkonsulats in München vorgestellt.

Wie die IT-SA dazu beigetragen hat, den deutschen Markt für dieses niederländische Unternehmen anzukurbeln.