Warum die Digitalisierung für Maschinenbauer in Deutschland so schwierig ist

Maschinenbauer müssen digitalisieren und innovativ sein, heißt es immer wieder. Die Sorge ist, dass diese für die deutsche Wirtschaft so unverzichtbaren Mittelständler sonst mit der Zeit in Verzug geraten. Doch die Umsetzung fällt vielen Unternehmern nicht so leicht, sagt Peter van Harten vom Softwarespezialisten Isah GmbH vor der Kamera des Fachverbandes VDMA. Als Botschafter für Smart Industry schlägt er die Brücke zwischen Hightech-Innovationen in den Niederlanden und Industrie 4.0 in Deutschland.

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Diese Unternehmer sind bereits sehr beschäftigt, weiß Van Harten. „Sie haben zu viel zu tun. Und dann muss man sich entscheiden: gehe ich auf die Wünsche meiner Kunden ein oder nehme ich mir Zeit, mich an neuen Technologien zu orientieren?“ Die zweite Option kostet kurzfristig direkte Einnahmen. Und wenn sie es schaffen, sich dafür Zeit zu nehmen, entsteht ein weiteres Problem. „Es gibt so viel, mit welcher neuen Technologie sollte man anfangen? Es gibt so viele Möglichkeiten. Ich stelle oft fest, dass Unternehmer Hilfe nutzen können, um herauszufinden, welche Innovation sie in ihr Unternehmen umsetzen können.“

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Sich gegenseitig bei der Digitalisierung helfen

Und genau hier können sich die Niederlande und Deutschland gut ergänzen, sagt Van Harten. „Wir sind bereits gut vernetzt. Und wir können deutsche Gründlichkeit und holländischen Pragmatismus gut zusammenbringen.“ Deshalb haben die Niederlande und Deutschland auf der Hannover Messe gemeinsam eine Aktionsagenda vorgestellt. „Da haben wir aufgeschrieben, wie das funktionieren kann.“

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Die Niederlande und Deutschland müssen gemeinsam die Produktivität steigern

Ein wichtiger Punkt dieser Aktionsagenda ist das Fieldlab-Modell aus den Niederlanden. Hier arbeiten Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen gemeinsam an neuen Technologien. „Das passt auch sehr gut zu Deutschland, gerade weil es diesen Pragmatismus und diese Solidität vereint. Davon profitieren beide Länder, denn gemeinsam werden wir besser.“

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Diese Zusammenarbeit sei notwendig, um Europas Wettbewerbsposition zu stärken, sagt Van Harten. „Wir müssen gemeinsam an unserer Produktivität arbeiten.“ Denn obwohl es so viel neue Technik gebe, steige die Produktivität in den Niederlanden und in Deutschland kaum, stellt er fest. „Das ist keine gute Entwicklung. Sicher, weil wir es mit Trends wie einer alternden Bevölkerung und einem Fachkräftemangel zu tun haben. Dieses Problem müssen wir gemeinsam lösen.“

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Aktionsagenda Smart Industry

Sehen Sie sich dieses Video zur Aktionsagenda Smart Industry Niederlande – Deutschland an.