Warum Ihr deutscher Geschäftspartner wissen will, ob Sie Daten mit Großbritannien austauschen

Niederländische und deutsche Unternehmen agieren zunehmend international. Nicht selten laufen daher auch ICT-Dienste über Großbritannien, beispielsweise für den Austausch von Kunden- oder Mitarbeiterdaten. Sollte im kommenden Herbst möglicherweise ein Brexit umgesetzt werden, könnte dies Folgen für den Geschäftsbetrieb haben, warnt die Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit-Rheinland-Pfalz.

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Großbritannien gilt im Falle eines Brexits als Land, mit dem keine Verträge für Europa geschlossen wurden, und dies hat beispielsweise auch Konsequenzen für das europäische Datenschutzrecht „Datenschutzgrundverordnung“ (DSGVO). , auf Deutsch die DSGVO. Großbritannien wird dann ein „Drittland“. In diesem Fall müssen Sie als Unternehmen im Rahmen der Informationspflicht angeben, dass Sie nun auch Daten mit einem Land außerhalb der Europäischen Union austauschen. Dies kann beispielsweise durch eine Erklärung auf der Website erfolgen.

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Das bedeutet, dass niederländische Unternehmer prüfen müssen, welche Verträge sie mit britischen Geschäftspartnern haben, sagt Rechtsanwältin Dr. Romy Latka von STRICK Rechtsanwälte & Steuerberater. „Sie müssen wissen, ob es sich um die Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen des Datenschutzrechts handelt. Wenn dies der Fall ist, müssen Sie nach dem Brexit handeln.“

Brexit schafft neue Rechtslage

Wenn der Brexit abgeschlossen ist, wird Großbritannien kein EU-Mitglied mehr sein und das wird sich auf die DSGVO-Gesetzgebung auswirken, sagt Latka. „Großbritannien wird dann als ‚Drittland‘ eingestuft und Verträge zwischen britischen und EU-Unternehmen müssen daher angepasst werden.“

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Niederländische Unternehmer müssen daher berücksichtigen, dass deutsche Geschäftspartner wissen wollen, welche Daten über Großbritannien versendet werden. Geschäftspartner haben das Recht zu erfahren, dass ihre personenbezogenen Daten in ein „Drittland“ übermittelt werden. Diese Liste muss noch ergänzt werden und ich muss auch darlegen, welche Konsequenzen dies angesichts der neuen Rechtslage haben wird.

Berücksichtigen Sie verschiedene Szenarien Großbritannien

Für Unternehmer, aber auch Anwälte sei es nach wie vor schwierig, eine gute Strategie festzulegen, sagt Latka. „Wir bekommen viele Anfragen von Unternehmen zu notwendigen Maßnahmen und Vertragsanpassungen. Aber da der Brexit noch nicht vorbei ist, können wir bis dahin nicht viel tun. Es ist gut, sich der unterschiedlichen Szenarien bewusst zu sein.“