Was deutsche Journalisten im Osten der Niederlande auffällt

Die Niederlande und Deutschland sind gute Nachbarn, kennen sich aber noch zu wenig. Das führt dazu, dass Unternehmen aus beiden Ländern noch zu wenig Geschäfte miteinander machen, merken die Provinzen Overijssel und Gelderland. Daher haben sie das Exportprogramm GO4EXPORT ins Leben gerufen, das als Bindeglied zwischen Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen, Netzwerken und Regierungen in beiden Ländern fungiert.

Um die Region in Deutschland bekannt zu machen, hat Hans Brouwers von OostNL das lehrreiche Einführungsprogramm „Im Westen fiel Neues“ zusammengestellt, in dem die deutsche Presse die Chance bekommt, die Niederlande auf einzigartige Weise zu entdecken.

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  • Lesen Sie hier Teil 2 des Besuchs deutscher Journalisten in den Ostniederlanden

Gemeinsam Weltmeister

Einige Reaktionen von teilnehmenden Journalisten aus Deutschland:

Martin Borck von den Westfälischen Nachrichten lobt die niederländische Unternehmermentalität. „Es ist generell viel lockerer als das deutsche. Ein niederländischer Unternehmer kommt spontan vorbei, um mit einem Kollegen eine Tasse Kaffee zu trinken.“

Laut Lutz Kämpfe, Journalist beim Westfälischen Anzeiger, sind niederländische Unternehmen generell wachsamer und reagieren schneller auf neue Entwicklungen als ihre deutschen Kollegen. „Manche deutsche Unternehmer denken immer noch, das Internet sei etwas, das verschwinden wird.“

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Guido Hartmann, Wirtschaftsredakteur der Welt am Sonntag, ist besonders beeindruckt von dem Unternehmergeist, den er bei niederländischen Jugendlichen gesehen hat. „In Deutschland würden die meisten jungen Leute am liebsten Beamte werden. Risiken einzugehen und möglicherweise das Scheitern zu wagen, liegt eindeutig nicht in unserer DNA. Deshalb ist es gut, dass der Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen das Thema Unternehmertum in der Schule einführen will.“

Ziel war es, niederländische Unternehmen als geeigneter Partner und/oder Lieferant für deutsche Unternehmen in benachbarten Regionen bekannt zu machen. Zehn Journalisten nahmen an dem zweitägigen Programm teil, das zur begleitenden Veröffentlichung in der Welt am Sontag führte. pic.twitter.com/f9n9GkvWsf

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Besondere Kooperation zwischen Hochschule und Startups

Für Laura Fühner, Redakteurin der Grafschafter Nachrichten, ist die Einführung in die niederländische Wirtschaft hilfreich. „Ich kannte Enschede eigentlich hauptsächlich vom Blumenmarkt. Besonders die Zusammenarbeit zwischen der TU Twente und den lokalen Start-ups finde ich besonders. In Nordhorn, wo ich arbeite, gibt es diese Kultur weniger: Wir konzentrieren uns hauptsächlich auf den Mittelstand.“

Nina Kallmeir von der Neuen Osnabrücker Zeitung sucht Hintergrundinformationen zu einem kürzlich erschienenen Bericht über die Zusammenarbeit in der Grenzregion. Es stellte fest, dass viele Chancen ungenutzt bleiben.Natürlich wird es immer kulturelle Unterschiede geben, wie zum Beispiel eine flachere Hierarchie in den Niederlanden, aber sie sind sicher nicht unüberbrückbar.“

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Julian Binn, Journalist bei Mediamix, einer grenzüberschreitenden Kommunikationsagentur, zeigte sich besonders beeindruckt vom Start-up 4Silence. „Ich finde es auch sehr besonders, dass ein Hightech-Unternehmen wie 247Tailorsteel im Marketing besonderen Wert auf Mundpropaganda legt.“

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Text: Arjan Paans und Jelmer Visser.