Wie die niederländische Raumfahrt die Mission nach Bremen fortsetzt

Wie stellen Sie sicher, dass die Wirtschaftsmission mit dem Königspaar auch eine solide Fortsetzung bekommt? Mehr als einen Monat nach dem Besuch in Bremen und Bremerhaven kamen Teilnehmer aus der Offshore-Windenergie und der Raumfahrt zusammen. Die Unternehmer tauschten ihre während der Reise gesammelten Geschäftserfahrungen aus. Außerdem, zusammen mit Experten des Niederländischen Wasserenergieverbandes (NWEA), der Niederländischen Raumfahrtorganisation (NSO), VNO-NCW, MKB-Nederland, NLinBusiness, der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK), der Niederländischen Unternehmensagentur (RVO) und der Das Außenministerium prüfte, welche logischen nächsten Schritte unternommen werden könnten.

Beim sogenannten „Re-Meet“ wurde deutlich, dass die Unternehmer bei der Handelsmission gute Ergebnisse erzielt haben. Vereinbarungen wurden getroffen, erste Gespräche mit deutschen Unternehmen geführt und bestehende Geschäftskontakte vertieft. Darüber hinaus gibt es mehrere Unternehmer, die mit Hilfe des DHNK den nächsten Schritt in Bremen und Bremenhaven gehen werden, um mehr deutsche Kontakte zu knüpfen. „Die Mission war der erste gute Schritt und hat viele Kontakte gebracht, sowohl deutsche als auch niederländische. Unser Follow-up ist es, weitere deutsche Hersteller zu treffen, um unsere Produkte auch in Deutschland produzieren zu lassen.“

Lesen Sie auch: Warum deutsche Medien wissen wollen, wie in Groningen gegen antibiotikaresistente Bakterien vorgegangen wird.

Viele Unternehmer gaben an, dass sie die Mission mithilfe von RVO-Instrumenten wie Partners International Business (PIB) und Demonstrations-Machbarkeitsinstrument (DHI) individuell weiterverfolgen wollten.

Engere Zusammenarbeit zwischen Südholland und Bremen

Die Möglichkeiten werden weiter untersucht. Die zweitägige Handelsmission des niederländischen Raumfahrtsektors hat bereits zwei konkrete Ergebnisse gebracht. Die Provinz Südholland und SpaceNed werden mit dem Land Bremen und AviaSpace Bremen zusammenarbeiten.

Holger Oelze von Aviaspace Bremen. „Wir wollen Begegnungen mit den Niederlanden nicht mehr dem Zufall überlassen.“

Eine gemeinsame Absichtserklärung wurde zwischen der Provinz Südholland zusammen mit der Branchenorganisation SpaceNed und dem Land Bremen mit dem Bremer Weltraumcluster AviaSpace unterzeichnet. Die Provinz Südholland setzt sich für die Stärkung des Weltraumclusters ein, dessen Schwerpunkt in Südholland liegt. Die Provinz, die Zentralregierung und die Gemeinde Noordwijk investieren gemeinsam in die Entwicklung des Space Campus Noordwijk. Auf dem Space Campus werden (neue) Aktivitäten rund um die Raumfahrt in der Nähe des ESA-Technikums ESTEC gebündelt. Dies erhöht sofort die Interaktion zwischen ESTEC und seiner Umgebung. Mit AviaSpace hat Bremen auch seine Raumfahrtaktivitäten gebündelt. Die Regionen erwarten viel voneinander zu lernen.

Lesen Sie auch: Wie man als niederländischer Unternehmer gegen den deutschen Marktführer antritt.

Jaap Smit, Kommissar des Königs der Provinz Südholland.An der Mission mit Außenwirtschaftsministerin Sigrid Kaag nehmen knapp fünfzig Vertreter von 25 Unternehmen und Institutionen teil.

Airbus entwickelt Partnerschaft rund um Satellitenkomponenten

Der deutsche Satellitenbauer OHB und Airbus Defence and Space Nederland haben bei Airbus in Bremen eine Absichtserklärung (LOI) unterzeichnet. Bei der Entwicklung des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo arbeiten die Unternehmen seit vielen Jahren eng zusammen. OHB ist Hauptauftragnehmer für die Satelliten, Airbus Nederland liefert die Solarmodule. Diese Zusammenarbeit läuft so gut, dass beide Seiten prüfen wollen, ob sie in Zukunft mehr gemeinsam erreichen können, insbesondere im Bereich der Strukturen und thermischen Subsysteme für Satelliten.

Lesen Sie auch: Podcast – Wie Wopke Hoekstra in Berlin für einen radikalen Wandel der EU plädiert.

Oliver Juckenhöfel, Airbus Deutschland. „Technik aus den Niederlanden ist sehr gut und zuverlässig. Es passt gut zu dem, was wir bauen.“

„Diese Absichtserklärung ist der Ausgangspunkt für einen ernsthaften Ausbau unserer Zusammenarbeit und ein klares Ziel für die Zukunft“, sagt Frank Meiboom, Director of Programs and Innovation bei Airbus Defence and Space Netherlands. „OHB ist ein sehr zufriedener Kunde unserer Solarmodule. Wir werden nun untersuchen, ob wir auch Komponenten liefern können, die zum Aufbau eines Satelliten beitragen und Wärme ableiten können. Und wir schauen uns die Mechanismen der Antennenausbringung an. In beiden Bereichen verfügen wir über viel Know-how im eigenen Haus.“

Arnaud de Jong, CEO von Airbus Defence and Space Niederlande. „Oft wird unterschätzt, wie viel die Raumfahrt zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beiträgt.“

Lesen Sie auch: Deutscher Einstieg Floriade Expo 2022 sucht mehr als 34 Mitarbeiter in der Region Almere.

Renate Beausoleil, Senior Policy Officer im Wirtschaftsbüro der Provinz Südholland: „Bremen und Südholland stehen in etwa vor den gleichen Herausforderungen. Deshalb ist es uns wichtig, zusammenzuarbeiten, zum Beispiel im Bereich Entwicklung und Forschung, wissenschaftlicher Austausch und von den Erfolgen des anderen zu lernen. Wir haben den Ehrgeiz, noch in diesem Jahr gemeinsam mit SpaceNed, dem Land Bremen und AviaSpace eine konkrete Aktionsagenda zu erarbeiten.‘

Mehr Ergebnisse erzielen dank der Handelsmission

Harm van de Wetering, Delegationsleiter und Direktor des Netherlands Space Office (NSO), ist stolz auf das Ergebnis der Handelsmission nach Bremen. „Wir hatten zwei sehr intensive Tage, an denen sich niederländische und deutsche Parteien besser kennengelernt haben. Die Unternehmen und Institutionen konnten umfassend ausloten, wo Formen der weiteren Zusammenarbeit möglich sind.„Wir sind sehr gut zusammen. Und Deutschland sieht das auch.“

Lesen Sie auch: Warum niederländische und deutsche Expats kaum für die Wahlen zum Europäischen Parlament stimmen.

Jeroen Rotteveel, CEO von ISIS Innovative Solutions IN Space, Delft. Delegation der Raumfahrtindustrie. „Gemeinsam mit Deutschland können wir noch viel mehr erreichen.“

Bremen und Bremerhaven

Sehen Sie sich die Zusammenfassung der beiden Missionen an..