Wie Ostniederlande in der deutschen Tech-Region OWL increasingly zunehmend auf der Landkarte steht

In der Tech-Region Ostwestfalen-Lippe (OWL, in Nordrhein-Westfalen) geht es zunehmend um die Niederlande. Und vor allem Ostniederland. Es hat alles mit den verschiedenen Fachbesuchen von GO4EXPORT mit HTSM-Botschafter Hans Brouwers zu tun. „Sie müssen denken: ‚Da sind sie wieder’“, sagt er lachend. Dann im Ernst: „Wir kommen richtig in den Fokus und gleichzeitig erweitert sich unser Netzwerk lokal.“

Brouwers war im November an zwei Besuchen beteiligt. Zuerst die Fachreise zur FMB-Messe für Hightech-Zulieferer in der Region Bielefeld und dann der Besuch der Agritechnica, gemeinsam organisiert mit den Entwicklungsgesellschaften Nordbrabant und Limburg. Auch hier kam „OWL“ nicht zu kurz, unter anderem durch einen umfangreichen Firmenbesuch bei CLAAS in Harsewinkel, einem international renommierten Landmaschinenhersteller.

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Viel mehr möglich in OWL

Allein dieser letzte Besuch hat viel ausgelöst, bemerkt Brouwers. „Wir sind mit der Gruppe über das 55 Hektar große Gelände von Claas gelaufen. Einer der Teilnehmer zeigte auf ein zufällig vorbeigekommenes Teil einer Maschine: Schau, das kommt von Almelo.“ Es passiert also schon viel unbemerkt, will er nur sagen. „Und das zeigt, wie viel noch möglich ist.“

Bei den Besuchen in OWL wurden die Niederländer unter anderem vom Wirtschaftsförderkreis Lippe und der NRW Bank herzlich empfangen. „Auch die deutsche Seite hat jetzt ein klareres Bild davon, was wir im Osten der Niederlande zu bieten haben und wie gut das zusammenpasst.“

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Ein Beispiel sei die Firma AWL aus Harderwijk, sagt Brouwers. „Sie haben seit vielen Jahren gute Beziehungen in OWL. Auch sie haben einst mit einem Prüfauftrag begonnen und liefern heute komplette Maschinen und Anlagen für die Automobilindustrie in Deutschland. Das war ein langer Prozess.“ Die Bemühungen von Oost NL/GO4EXPORT sollten nun dazu führen, dass dies für KMU aus Overijssel und Gelderland in größerem Umfang geschieht. „Und deshalb müssen wir gemeinsam besser herausfinden, was wir füreinander tun können.“

Gegenbesuch OWL nach Ostniederland

Die Clusterorganisation It’s OWL bereitet daher bereits einen Besuch im Osten der Niederlande vor. Die beiden Regionen haben viele Gemeinsamkeiten. „Wir hatten beide eine große Textilindustrie, die einen großen Wandel durchgemacht hat. Wir kennen auch viele stabile Familienunternehmen mit guter Hightech.“ Auch die Mentalität passe, sagt Brouwers. „Wir mögen keinen Pomp, wir sind bodenständig und praktisch.“

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Auch Uwe Gotzeina, Geschäftsführer der Kreiswirtschaftsförderung Lippe, sieht viele Vorteile in der Stärkung der Verbindungen zwischen den beiden Regionen. „Wir stehen beide vor der Herausforderung, den Mittelstand international zu stärken. Die Kontakte zu den Unternehmen, die wir durch Oost NL/GO4EXPORT kennengelernt haben, sind für uns von großer Bedeutung.„Traditionell sind die Niederländer am besten aus dem Ausland vertreten. Wir sind hoch motiviert, uns noch besser kennenzulernen.“ Der Ausbau nationaler und internationaler Kontakte steht ganz oben auf seiner Prioritätenliste. „Nichts ist wichtiger als ein funktionierendes Netzwerk auf allen Ebenen. Und deshalb denken wir gemeinsam mit einigen Unternehmen bereits über einen Gegenbesuch in den Niederlanden nach.“

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Volles Programm im Jahr 2020

Dank der Besuche erfährt Hans Brouwers immer mehr über die Möglichkeiten für niederländische Unternehmen. „Gerade in der Digitalisierung der Fertigungsindustrie. Denken Sie an Anwendungen in der künstlichen Intelligenz, aber auch in der Robotik.“ Allein für die jetzigen Teilnehmer sah er große Chancen. „Wir haben wirklich Top-Unternehmen in der Region, die sich mit ihrer Spezialität auch auf OWL verlassen können.“

Anfang 2020 erwartet Brouwers den ersten Gegenbesuch von OWL. Es folgen die Vorbereitungen für die Hannover Messe im April, bei der immer eine große Delegation aus dem Osten der Niederlande anwesend ist. Zusammen mit GO4EXPORT-Partner der United Manufacturing Industry East (VMO) beteiligt er sich an einer deutschen ICT-Veranstaltung der Ems-Achse. Und dieses Jahr legt die IHK Münsterland bei ihrem englischsprachigen Software-Event einen besonderen Fokus auf die Niederlande. „Wir haben in den letzten Jahren viel gesät und ein bisschen geerntet. Wir gehen davon aus, dass wir in den kommenden Jahren durch die vielen Aussaatarbeiten vor allem in OWL und im Münsterland noch viel mehr ernten können.“

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