Worauf Sie jetzt achten sollten, da Deutschland im Bann des Elektrorollers steht

In den letzten Monaten wurde die Ankunft des Elektrorollers fast wöchentlich in deutschen Medien diskutiert. Mitte Juni 2019 wird der e-step im deutschen öffentlichen Straßenverkehr gesetzlich zugelassen. Mit der Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge wird es bald eine gesetzliche Grundlage für den Einsatz dieser Elektroroller geben. Nach einigem Papierkram sollen voraussichtlich Anfang Juli die ersten Roller legal unterwegs sein.

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Der Hype ist groß und zeigt jetzt, dass Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg in ein e-step-Startup investiert. Berlins Tier Mobility ist nach eigenen Angaben bereits in 22 Städten in 10 Ländern aktiv und verfügt dort über ein Sharing-System für Passanten und Touristen. Jetzt ist Deutschland an der Reihe. Bis Mitte Juni sollen Zehntausende in den Großstädten verfügbar sein. Viele weitere Hersteller wie Bird Rides und Lime, aber auch Volkswagen stehen in den Startlöchern. Laut Vergleichsportal Idealo stieg das Käuferinteresse zwischen Dezember 2018 und April 2019 um 569%.

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Die Elektrokleinstfahrzeugverordnung gilt für Fahrzeuge mit Lenkgestänge mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 km/h (je nach Ausführung). Die Regelung gilt für alle Arten von Fahrzeugen. Zum Beispiel für E-Scooter und Segways, aber nicht für Airwheels, Hoverboards oder E-Skateboards, denn all diese Fahrzeuge haben keinen Bügel. Ob es hierfür eine Ausnahme geben wird, steht noch nicht fest.

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Anforderungen an Elektroroller

Die neue Regelung bietet den niederländischen Herstellern von Elektrokleinstfahrzeugen viele Möglichkeiten. Für die Zulassung im öffentlichen Straßenverkehr ist eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) des Kraftfahrtbundesamtes erforderlich, sagt Cathrin van den Hurk, Anwältin für Versicherungsrecht bei STRICK Rechtsanwälte & Steuerberater aus Kleef. „Die Motorleistung ist auf 500 Watt begrenzt.“

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Es gelten folgende Anforderungen:

  • Höchstgeschwindigkeit bis 20 km/h (je nach Ausführung)
  • Der Fahrer muss mindestens 14 Jahre alt sein.
  • Das Fahrzeug muss versichert sein (Haftpflichtversicherung)
  • Am Fahrzeug muss die gültige Versicherungsplakette angebracht sein.
  • Das Fahrzeug muss mit Licht und Bremse ausgestattet sein und über eine gültige Betriebserlaubnis des Kraftfahrtbundesamtes (RDW) verfügen.
  • Die Benutzung auf Gehwegen oder in Fußgängerzonen ist nicht erlaubt.
  • Es ist jedoch kein Helm oder Führerschein erforderlich.

Chancen für niederländische Hersteller

Niederländische Hersteller, die ihre Produkte in Deutschland vermarkten wollen, müssen daher die notwendigen Anforderungen beachten und prüfen, ob das Produkt unter anderem unter diese neue Verordnung fällt, sagt Van den Hurk. „Danach muss beim Kraftfahrtbundesamt (KBA) eine sogenannte Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) beantragt werden.Die Bearbeitung dauert laut einem Sprecher in der Regel zwei Wochen. Käufer und Vermieter der E-Scooter müssen zudem eine Haftpflichtversicherung abschließen, was ebenfalls Zeit in Anspruch nehmen kann. 99 Hersteller haben sich bereits beim KBA gemeldet, um eine Zulassung beantragen zu wollen.

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